Iran-Konflikt erhöht Energiepreise
Die Eskalation im Iran-Konflikt sorgt für spürbare Turbulenzen an den Energiemärkten. Binnen weniger Tage haben die Spot-Preise für Rohöl und Gas deutlich zugelegt.
Iran-Konflikt hat Auswirkungen auf Gaskunden
Als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israel hat der Iran die Straße von Hormus und damit eine zentrale Route für den weltweiten Öl- und Gastransport abgeriegelt. Dadurch sind nach Angaben des Portals Finanztip die Preise für die fossilen Brennstoffe Öl und Erdgas deutlich angestiegen. Der Preis am niederländischen Handelsplatz TTF, ein wichtiger Referenzwert für den europäischen Gaspreis, stieg von rund 32 Euro pro Megawattstunde auf zeitweise bis zu 65 Euro. Gaskunden sollten sich jetzt noch günstige Verträge sichern, rät Finanztip-Chefredakteur Herman-Josef Tenhagen: „Falls die Großhandelspreise anhaltend steigen, ist man dann nicht betroffen und damit auf der sicheren Seite für den nächsten Winter.“
Auch Heizöl kostet deutlich mehr
Die Preise für Heizöl sind um rund 31 Prozent gestiegen. „Die Preise liegen aber weiterhin unter den Höchstwerten zu Beginn des Ukraine-Kriegs, als 100 Liter teils 130 bis knapp 200 Euro kosteten“, berichtet Tenhagen. Da sich die Heizsaison dem Ende nähert, können viele Haushalte die Preissteigerungen beim Heizöl einfach aussitzen und die Bestellung verschieben. Heizölpreise gelten als stark schwankungsanfällig und können ebenso schnell wieder sinken. „Wer kurzfristig Heizöl kaufen muss, sollte nur eine kleinere Menge zur Überbrückung bestellen“, rät der Finanzexperte. Oder noch besser: Ein Heizungswechsel zu Holzpellets. Denn langfristig lohnt es sich, auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen und sich so von der weltpolitischen Lage unabhängiger zu machen.