Nordpol wird in Sommern ohne Eis sein

Mittwoch, 29. April 2020 | Autor: Joachim Berner

Eisbären am Nordpol Eisbären am Nordpol Der Arktische Ozean am Nordpol wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor 2050 in manchen Sommern eisfrei sein – mit schwerwiegenden Folgen für die Natur. Darauf weist das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg hin.

Ergebnis zu Klimasimulationen für Nordpol überrascht Forschungsteam

“Wenn wir die Emissionen weltweit schnell und deutlich reduzieren und so das Zwei-Grad-Ziel erreichen, wird das Arktiseis trotzdem noch vor 2050 im Sommer immer wieder einmal weitestgehend abschmelzen”, beschreibt Professor Dirk Notz vom CEN das Ergebnis einer Studie, die er koordiniert hat. 21 Institute haben 40 verschiedene Klimamodelle analysiert und anschließend Simulationen durchgeführt. Wie erwartet, zeigten die Simulationen, dass das Meereis am Nordpol mit steigenden Kohlendioxidemissionen immer schneller verschwindet. Was die Forscherinnen und Forscher überrascht hat: Dass das Meereis auch verschwindet, wenn die Treibhausgasemissionen in Zukunft rasch sinken.

Meereis spielt eine wichtige Rolle in Klimasystem

Zurzeit ist der Nordpol das ganze Jahr über von Meereis bedeckt. Jeden Sommer schrumpft die Eisfläche, im Winter wächst sie wieder an. Im Zuge der globalen Erderwärmung hat das Meereis in den vergangenen Jahrzehnten laut Notz jedoch rapide an Fläche verloren. Für die Natur sind die Folgen problematisch: Die Eisdecke dient als Jagdrevier und unverzichtbarer Lebensraum zum Beispiel für Eisbären und Robben.

Eisfläche zum Sommerende 2019 Eisfläche zum Sommerende 2019 Eisfläche zum Sommerende 1979 Eisfläche zum Sommerende 1979 “Gleichzeitig spielt das Meereis eine wichtige Rolle im Klimasystem, weil seine helle Oberfläche das Sonnenlicht reflektiert und so die Arktis kühlt”, erklärt Notz. Wie viele Sommer in Zukunft eisfrei sein werden, hänge deshalb wesentlich von der Höhe der künftigen CO2-Emissionen ab. Während bei starkem Klimaschutz eisfreie Jahre nur gelegentlich auftreten würden, könnten sie bei höheren Emissionen normal werden. Die Menschheit habe es also selbst in der Hand, wie oft das Meereis am Nordpol im arktischen Sommer komplett verloren gehe.

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