2011 bleibt der Markt für Pelletsheizungen in Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Der Deutsche Energieholz-und Pelletverband (DEPV) erwartet, dass wie im vergangenen Jahr nicht mehr als 15.000 Pelletheizungen verkauft werden. Er hat damit seine ursprüngliche Prognose um fast die Hälfte heruntergeschraubt. “Damit unterscheidet sich der Pelletmarkt nicht wesentlich vom restlichen, insgesamt lahmenden Heizungsmarkt”, sagt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Wenn es der Politik nicht bald gelänge, Schwung in die energetische Gebäudesanierung zu bringen, gefährde sie die gesamte Energiewende. Zusammen mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien fordert der DEPV einen Mix aus einer haushaltsunabhängigen Prämienlösung und der Möglichkeit einer Steuerabschreibung für den Heizungstausch.
Eine Steuerabschreibungsmöglichkeitkönnte nach Ansicht des Branchenverbandes zahlreiche Verbraucher zum Handeln motivieren. “Doch die Politik ist wieder einmal unschlüssig. Nach dem Hickhack um das Marktanreizprogramm im Vorjahr folgt aktuell nun ein Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Bundesregierung und Ländern um die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Dort muss die Regelung zur Steuerabschreibung möglichst bald hin, weil sich interessierte Verbraucher angesichts der zunehmend öffentlich geführten Diskussion um dieses Instrument beim Heizungstausch zurückhalten”, fordert Bentele. Ein von den wichtigsten Verbänden am Heizungsmarkt entworfenes Positionspapier zeige der Politik auf, wie das Steuerabschreibungsmodell wirksam, degressiv und durch eine begrenzte Investitionshöhe auch sozial verträglich umgesetzt werden könne.