Gebäude fit für erneuerbare Heizungen machen und Vorlauftemperatur senken

Freitag, 03. Juni 2022 | Autor: Joachim Berner

Wärmepumpen benötigen niedrige Vorlauftemperatur Wärmepumpen benötigen niedrige Vorlauftemperatur Eine niedrige Vorlauftemperatur ist wichtige Bedingung für das Heizen ohne fossile Brennstoffe. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Vorlauftemperatur senken für erneuerbare Energien

Gesetzliche Vorgaben machen den Einsatz fossiler Energien in Gebäuden bald zum Auslaufmodell. Hauseigentümer:innen sollten daher so bald wie möglich auf erneuerbare Energien umsteigen. Das empfiehlt Zukunft Altbau. “Die meisten älteren Häuser müssen jedoch fit gemacht werden für den Einsatz einer Wärmepumpe oder den Anschluss an ein erneuerbar gespeistes Wärmenetz”, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Je nach energetischem Zustand des Hauses bedeute das, zumindest einzelne Bauteile wie Dach, Fassade, Fenster oder Kellerdecke zu dämmen, nach Möglichkeit Flächenheizungen einzusetzen und den Heizkreislauf hydraulisch abgleichen zu lassen. Die Maßnahmen verringern den Wärmeverlust des Gebäudes. Die Vorlauftemperatur der Heizung kann dann niedriger ausfallen, ohne dass die Raumtemperatur im Gebäude sinkt. “Das ist eine wichtige Voraussetzung: Wärmepumpen, aber auch Wärmenetze arbeiten umso effizienter, je niedriger die Temperatur des benötigten Heizwassers – die sogenannte Vorlauftemperatur – ist”, sagt Hettler.

Hydraulischen Abgleich nicht vergessen

Eine weitere erforderliche Maßnahme ist der hydraulische Abgleich. Er sollte nach dem Berechnungsverfahren B ermittelt werden. Das ist zwar aufwändiger, aber deutlich effektiver als das Verfahren A auf Basis von flächenbezogenen Schätzwerten. Mit dem Verfahren B berechnen Fachleute die genaue Heizlast für jeden einzelnen Raum und jeden Heizkörper. Mit dem Ergebnis lässt sich das Heizsystem optimieren und die exakte Leistungsanforderung an die Wärmepumpe klären. Dies ermöglicht einen besonders effizienten und kostensparenden Betrieb. In Gebäuden, die etwa aus Denkmalschutzgründen nicht hinreichend gedämmt werden können und so eine höhere Vorlauftemperatur der Heizung benötigen, können die Eigentümer:innen laut Zukunft Altbau auf eine Pelletheizung setzen.

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