Fernwärmegipfel: Bundesregierung will mehr Wärmenetze

Mittwoch, 14. Juni 2023 | Autor: Joachim Berner

Wärmenetze sollen ausgebaut werden Wärmenetze sollen ausgebaut werden Für das Gelingen der Wärmewende braucht es den Ausbau der Wärmenetze. Darin waren sich die Teilnehmer:innen des Fernwärmegipfels am 12. Juni 2023 einig.

Breites Bündnis will mehr Wärmenetze

Zum Fernwärmegipfel hatten Bundesbauministerin Klara Geywitz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geladen. “Der heutige Gipfel hat ein starkes Signal gesetzt. Ein breites Bündnis hat sich zu mehr Tempo beim Aus- und Umbau der Wärmenetze bekannt”, sagt Habeck. An dem Treffen nahmen 30 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden der Wärmewirtschaft, Wohnungs- und Bauwirtschaft sowie von Umwelt und Verbraucherschutz teil. Sie haben sich mit den Ministerien dazu bekannt, einen verlässlichen Rahmen für den Aus- und Umbau von Nah- und Fernwärme, deren Dekarbonisierung sowie den Markthochlauf zu schaffen. “Gerade Wärmenetze können eine besonders kosteneffiziente klimaneutrale Lösung für die Wärmeversorgung von Gebäuden, Quartieren und ganzen Kommunen sein. Denn sie ermöglichen es, den Wärmebedarf ohne größeren Umbau der Gebäude aus zentralen, zukünftig erneuerbaren Quellen zu decken”, erklärt Habeck. Wichtig sei, die Preistransparenz und damit den Verbraucherschutz zu stärken und so Nah- und Fernwärme attraktiver zu machen.

Erklärung benennt Verbesserungsbedarf

In einer verabschiedeten gemeinsamen Erklärung benennen die Beteiligten konkrete Handlungsfelder, in denen Verbesserungen nötig sind. So muss mit dem Bundesgesetz für die Wärmeplanung, der aktuellen Novelle des Gebäudeenergiegesetzes sowie den begleitenden Förderprogrammen möglichst schnell ein klarer und verbindlicher Rahmen für die Weiterentwicklung der Wärmenetze geschaffen werden. Zudem bedarf es auch mittelfristig eines Finanzierungsrahmens, der klare Anreize zur Investition in den Ausbau und die Dekarbonisierung der Wärmenetze setzt. Zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien und Abwärme enthält die Erklärung ein Bündel an Maßnahmen, etwa zur Erleichterung der Abwärmenutzung und zur Beschleunigung des Baus von Anlagen zur Nutzung von Erdwärme und Solarthermie sowie von Großwärmepumpen. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Sicherstellung von Preistransparenz und hohen Verbraucherschutzstandards. Hier wird die Bundesregierung die bestehenden gesetzlichen Grundlagen überprüfen mit dem Ziel, Hemmnisse für den Anschluss ans Wärmenetz kurzfristig abzubauen und die Attraktivität der leitungsgebundenen Wärmeversorgung für gewerbliche und private Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen.

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