Das europäische Pelletszertifikat ENplus kommt immer mehr bei Produzenten und Händler an. Darauf verwies Martin Behr vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) bei der Europäischen Pelletskonferenz in Wels vergangene Woche. “Rund zwei Drittel der Pelletsproduktion in Deutschland sind im März 2011 nach ENplus zertifiziert. Auch ein Drittel der für den Privatverbrauch gehandelten Holzpellets trägt das Qualitätssiegel”, sagte der Qualitätsexperte. Das DEPI geht davon aus, dass bis Ende 2011 drei Viertel der bundesweiten Produktion und die Hälfte der für den Privatgebrauch in Deutschland gehandelten Pellets nach ENplus zertifiziert sein werden.
Nach Deutschland werden ab dem Frühjahr auch in Österreich erstmals Holzpellets mit dem ENplus-Zeichen erhältlich sein. Weiterhin sind die Markteinführung in Italien und Spanien geplant. Das European Pellet Council (EPC) hat die technischen Voraussetzungen für eine einheitliche Umsetzung von ENplus in den Ländern geschaffen. Ein gemeinsames Zertifizierungshandbuch soll dabei helfen. Nach Schätzungen des EPC werden Ende des Jahres etwa ein Drittel der europäischen Pelletsproduktion nach ENplus zertifiziert sein.
Das Zertifizierungssystem ENplus setzt die europäische Produktnorm für Pellets EN 14961-2 um und berücksichtigt dabei die gesamte Lieferkette bis zum Endkunden. Seine strengen Anforderungen an den Pelletshandel reduzieren Qualitätseinbußen bei den Holzpresslingen, die zum Beispiel während des Transports zum Kunden auftreten können. „Die Qualität der Pellets ist die wichtigste Voraussetzung für einen reibungslosen, komfortablen Betrieb der Pelletsheizung. Diese kann dem Verbraucher durch ENplus in einem bislang nicht gekannten Maß gewährleistet werden. Er bekommt den Brennstoff nun in der Qualität geliefert, die er bestellt hat“, betont Behr, der beim DEPI für die Koordinierung der ENplus-Zertifizierung zuständig ist.
