Ein Pfandboxsystem für Holzpellets will Badenova in den kommenden zwei Jahren testen. Dafür sucht der Freiburger Energieversorger zehn Privathaushalte, die die Wärmelösung auf Herz und Nieren prüfen. Eine Pelletstherme der österreichischen Firma Guntamatic Heiztechnik GmbH mit sieben Kilowatt Leistung soll die Wärme liefern, eine so genannte Qube-Box den Brennstoff. Die Box dient als Pellets-Vorratslager im Außenbereich. Sie ist über eine Förderschnecke und einen Saugschlauch mit der Therme verbunden. Die Neuheit: Badenova plant, die Box als automatisiertes Pfandsystem zu betreiben.
Für die für den Austausch notwendigen kompatiblen Bauteile hat das Unternehmen bereits einen Patentantrag gestellt. Mit einem Feldtest will es untersuchen, wie sich sicherstellen lässt, dass der Pelletsvorrat nie zur Neige geht und wie es eine reibungslose und pünktliche Lieferung des Nachschubs garantieren kann. “Wir betreten Neuland. In dieser innovativen und effizienten Form sind Holzpellets bislang noch nicht als Energieträger genutzt worden”, sagt Badenova-Vorstand Mathias Nikolay. Es gehe darum, Verbrauchern das Transport- und Lagerproblem abzunehmen. “Die Grundidee ist, dem Kunden ein System anzubieten, bei dem er sich weder um Füllstände, Verbräuche oder Nachbestellungen noch um die technische Betriebssicherheit der Anlage kümmern muss.”

Eine Pfandbox für Holzpellets will Badenova testen. Grafik: Badenova
Badenova sucht bis zum 30. April 2010 zehn Privathaushalte, die sich die Technik zum Vorzugspreis von 9.990 Euro in das Haus installieren lassen und es im Alltagsbetrieb testen. Das Paket umfasst die Wandtherme, einen 600 Liter fassenden Warmwasserspeicher und die Qube-Box. Interessierte können sich unter energiepioniere@badenova.de melden.