79 Prozent finden Klimaschutz wichtig, 68 Prozent wollen einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten und 59 Prozent wünschen sich eine steuerliche Abschreibung energetischer Modernisierungsmaßnahmen. Das sind drei Ergebnisse aus einer Befragung unter 1.043 Verbraucherinnen und Verbrauchern, die das Heiztechnikunternehmen Vaillant zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) durchgeführt hat.
Nur die Hälfte will energetisch sanieren
Auch wenn viele zum Klimaschutz beitragen wollen, wird in Deutschland zu selten energetisch saniert. Durchschnittlich passiert das lediglich bei einem von hundert Gebäuden. Bei der Befragung antwortete fast die Hälfte, dass sie in den kommenden zwei Jahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz an ihrem Gebäude durchführen lassen wollen. Die andere Hälfte plant hingegen keine Sanierung. Grund: 39 Prozent von ihnen halten ihr Gebäude für ausreichend effizient. “In der Realität sind jedoch 75 Prozent der Gebäude im Bestand unzureichend effizient, wie Statistiken der Bundesregierung belegen”, sagt DUH-Teamleiterin Paula Brandmeyer. 36 Prozent der Befragten sehen in einem Kesseltausch und einem veränderten Heizverhalten den größten Hebel für die Energiewende im Eigenheim. Erst danach folgen mit 16 Prozent das Mobilitätsverhalten und mit 15 Prozent eine Senkung des Stromverbrauchs.
Verbraucher bevorzugen steuerliche Abschreibung
Ein Drittel der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher halten nennen die geringen Energiekosten als Grund, warum sie sich bei der energetischen Sanierung ihrer Immobilie zurückhalten. Auf die Frage, wie sich der Sanierungsstau auflösen ließe, gaben die Befragten eine deutliche Antwort: 59 Prozent würden Maßnahmen zur Heizkostensenkung ergreifen, wenn es für sie eine steuerliche Abschreibung gäbe. Eine Klimaabgabe auf fossile Energieträger würden 44 Prozent akzeptieren – insbesondere dann, wenn sie durch gezielte Förderprogramme wieder an die Eigenheimsanierer zurückfließen würde. Eine allgemeine Klimaabgabe ohne spezifischen Verwendungszweck wird hingegen kritisch gesehen und von weniger als 30 Prozent der Befragten befürwortet. Brandmeyer’s Fazit lautet: “Aus den vorangestellten Ergebnissen lässt sich ableiten, dass finanzielle Anreize – insbesondere die steuerliche Abschreibung – für die energetische Sanierung am wirkungsvollsten sind.”