Digitalisierung steigert Energieverbrauch

Montag, 14. Mai 2018 | Autor: Joachim Berner

Digitalisierung von Haushaltsgeräten Digitalisierung von Haushaltsgeräten Die Digitalisierung dient vor allem als Motor für weiteres Wirtschaftswachstum. Ihre Folgen für die Umwelt und zukünftige Generationen werden kaum berücksichtigt. Zu diesem Schluss kommt eine Kurzstudie des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit.

BUND: “Politik verschläft Chancen der Digitalisierung im Heizungskeller”

“Die Bundesregierung muss die ökologischen Risiken der Digitalisierung wirksam minimieren”, fordert Irmela Colaço, Energieexpertin beim BUND, der die Kurzstudie in Auftrag geben hat. Ein erster Schritt müsse sein, den ökologischen Fußabdruck von vernetzten Geräten im gesamten Lebenszyklus zu senken. Dazu seien strenge europäische Ökodesign-Vorgaben und mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher notwendig. Gleichzeitig müssten die sich bietenden Potenziale der Digitalisierung für den Klima- und Umweltschutz gezielter genutzt werden. So könnten beispielsweise Fehler im Betrieb von Heizungsanlagen durch ein digitales Monitoring besser erkannt und behoben werden. Dadurch seien enorme Energieeinsparungen möglich. Doch die Chancen der Digitalisierung im Heizungskeller habe die Politik bisher verschlafen.

Vernetzte Haushaltsgeräte erhöhen Stromrechnung

Immer mehr Geräte im Haushalt sind vernetzt. Bis 2025 ist laut BUND europaweit mit 1,7 Milliarden vernetzten Haushaltsgeräten zu rechnen, zusätzlich zu den klassischen Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik wie Computern und Unterhaltungselektronik. “Sind Haushaltsgeräte rund um die Uhr empfangsbereit, um auf Sprachbefehle oder Signale anderer Geräte zu reagieren, kann das Umwelt und Verbraucher teuer zu stehen kommen. Die Stromrechnung eines Haushalts kann um bis zu 100 Euro pro Jahr steigen”, erklärt Ralph Hintemann, einer der Studienautoren. Europaweit könne sich dieser Mehrverbrauch langfristig auf 70 Terawattstunden pro Jahr summieren. Das entspreche dem jährlichen Stromverbrauch aller privaten Haushalte Italiens.

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