Deutscher Heizungsmarkt 2020: Entwicklung
Die aktuellen Zahlen zum Heizungsmarkt 2020 hat der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie veröffentlicht. Demnach können sich vor allem die Hersteller von Pelletskesseln freuen.
Deutscher Heizungsmarkt 2020: Absatz von Pelletskesseln verdreifacht sich
Mit einem Plus von 208 Prozent ist der Absatz von Pelletskesseln im Heizungsmarkt 2020 am stärksten gewachsen. 35.000 Pelletsanlagen wurden nach aktuellen Daten des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) im vergangenen Jahr in Deutschland installiert. Das sind mehr als dreimal so viele wie 2019, als 11.500 Pelletskessel verkauft wurden. Die BDH-Zahlen berücksichtigen keine luftgeführten Pelletsöfen.
Deutscher Heizungsmarkt 2020: Absatz
Deutscher Heizungsmarkt 2020:Gasanlagen bleiben unangefochten an erster Stelle
Außerdem wurden im vergangenen Jahr 8.500 Scheizholzkessel (plus 35 Prozent), 6.000 Hackschnitzelanlagen (plus 98 Prozent) und 4.500 Kombisysteme abgesetzt (plus 127 Prozent). Biomassekessel machen 6,4 Prozent des Gesamtabsatzes von 842.000 Heizungen aus, Wärmepumpen 14,3 Prozent (Absatz 2020 plus 40 Prozent). Nur noch fünf Prozent der Heizungskäuferinnen und -käufer entschieden sich für einen Ölkessel (Absatz 2020 minus 14 Prozent). Allerdings wählten drei von vier mit einem Gaskessel (Absatz 2020 plus sechs Prozent) immer noch ein fossile Heizungsanlage.
BDH: “Deutsche Heizungsindustrie trotzt Corona-Krise”
BDH-Präsident Uwe Glock bezeichnet sieht im Klimapaket der Bundesregierung den Grund für den wachsenden Absatz umweltfreundlicher Heizungsanlagen “Hiervon profitierten die Top-Runner des Jahres 2020, die Wärmepumpe und die Holzwärme.” Der Verband stellt darüber hinaus den überproportional gewachsenen Anteil der Investitionen in Brennwerttechnik, gekoppelt mit Solarthermie in den Vordergrund. Auch diese Renaissance der Solarthermie sei auf das seit Anfang 2020 laufende Förderprogramm “Heizen mit erneuerbaren Energien” zurückzuführen. Mit 643.500 Quadratmeter Kollektorfläche hat sich der Solarthermieabsatz um 26 Prozent erhöht.