Verbände mahnen zur Modernisierung alter Heizungsanlagen

Freitag, 28. Juni 2019 | Autor: Joachim Berner

Viele Heizungsanlagen arbeiten uneffizient Großteil der Heizungsanlagen arbeiten nicht effizient Zwölf Millionen der 21 Millionen in Deutschland installierten Heizungsanlagen arbeiten nicht effizient. Das ist das Ergebnis einer Erhebung, die der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) jährlich durchführen.

Heizungsanlagen gelten nach 15 Jahren als veraltet

“Die Hälfte der Heizungsanlagen in Deutschland ist älter als 20 Jahre. Ab einem Alter von 15 Jahren gilt ein Heizkessel als energetisch ineffizient”, sagt ZIV-Präsident Oswald Wilhelm. Demgegenüber stünden 4,7 Millionen Brennwertanlagen, die dem Stand der Technik entsprechen würden (23 Prozent des Gesamtbestands an Heizungsanlagen). Weitere 20 Prozent der Heizungsanlagen könnten als effizient betrachtet werden und zugleich erneuerbare Energien einkoppeln. Dazu zählen die Verbände 0,8 Millionen Biomassekessel und eine Million Wärmepumpen, aber auch 2,3 Millionen Gas- und Ölbrennwertgeräte, die kombiniert mit einer Solaranlage heizen. “Der Blick auf den Bestand der deutschen Heizungsanlagen zeigt, dass die deutlichen Effizienzpotentiale der Wärmewende noch nicht ausgeschöpft sind”, kommentiert BDH-Präsident Uwe Glock.

Verbände fordern, die Weichen für Klimaziele 2030 jetzt zu stellen

“Die Politik muss jetzt handeln und den Wärmemarkt stärker adressieren, um die Bürgen zu mobilisieren, sich aktiv an der Kohlendioxidminderung und dem Klimaschutz zu beteiligen”, fordert Glock. Ansonsten werde Deutschland die Klimaziele 2020 für den Gebäudesektor deutlich verfehlen. Die Ziele für 2030 seien nur durch verstärkte Kraftanstrengungen zu erreichen. Laut Klimaschutzplan der Bundesregierung müssen die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor in den kommenden elf Jahren von 119 auf 72 Millionen Tonnen sinken. “Technisch ist das möglich, es fehlt jedoch an geeigneten Rahmenbedingungen”, sagt Glock. Gemeinsam mit anderen Verbänden plädiere der BDH seit langem ergänzend zum Marktanreizprogramm und zu den KfW-Programmen für eine technologieoffene steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung.

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