DEPV informiert über neue Förderung für Prozesswärme aus Holz

11/02/2019 | : Joachim Berner

Eine neue Förderung für Prozesswärme unterstützt die Installation von Holzkesseln, wenn sie mindestens 50 Prozent Prozesswärme erzeugen. Darauf macht der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) aufmerksam.

Förderung für Prozesswärme berücksichtigt Holzkessel

Seine Förderangebote für Prozesswärme hat das Bundeswirtschaftsministerium zum Jahresbeginn neu strukturiert. Über das neue Programm “Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit” unterstützt es seit Januar 2019 Holzkessel, die mindestens 50 Prozent Prozesswärme erzeugen – entweder mit einer Kreditförderung über die KfW-Bank (Programm 295) oder mit Zuschüssen in gleicher Höhe über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele begrüßt die Förderung für Prozesswärme: “Mit ihrem breiten Einsatzspektrum ist die moderne Holzenergie auf der Basis von Pellets und Hackschnitzeln hervorragend zur Prozesswärmeerzeugung geeignet.” Von der Beheizung von Trockenkammern im Sägewerk über Gärtnereien und Wäschereien bis hin zur Lebensmittelproduktion gebe es zahlreiche Möglichkeiten, das neue Förderprogramm zu nutzen.

Förderung für Prozesswärme: Wie viel es gibt

Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit Investitions- oder Tilgungszuschüssen in Höhe von 55 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei größeren Unternehmen sind es 45 Prozent. Wer konventionellen Wärmeerzeuger ersetzt beziehungsweise ergänzt oder eine Solaranlage installiert sowie bei sogenannten De-minimis-Beihilfen sind die gesamten Investitionskosten förderfähig. Bei allen anderen Vorhaben werden nur die Investitionsmehrkosten gefördert – das betrifft vor allem große Investitionen in neu errichtete Prozesswärmeanlagen. Die Förderung beträgt maximal zehn Millionen Euro pro Vorhaben. Sie darf nicht mit anderen Förderungen kumuliert werden.

Förderung für Prozesswärme: Wer etwas bekommt

Förderfähig sind sämtliche Holzkessel, die auch das Marktanreizprogramm bezuschusst. Bei Holzkesseln bis 100 Kilowatt Leistung überprüft werden, ob der Einsatz von Brennwerttechnik möglich ist. Holzkessel mit höheren Leistungen müssen auf jeden Fall mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet sein. Zu den förderfähigen Kosten gehören neben dem Wärmeerzeuger zugehörige Brennstofflager und Wärmespeicher sowie Mess- und Datenerfassungseinrichtungen. Bei förderfähigen Nebenkosten handelt es sich um Installationskosten, Machbarkeitsabschätzungen und Planungskosten. Sie lassen sich nur bis zu einem Anteil von maximal 30 Prozent an den gesamten Investitionskosten fördern. Mit dem Vorhaben darf erst nach erfolgter Zusage durch die KfW oder das BAFA begonnen werden.

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