Bund fördert Entwicklung sauberer Holzfeuerungen

Dienstag, 03. September 2019 | Autor: Joachim Berner

Kleine Holzfeuerungen sollen sauberer werden Kleine Holzfeuerungen sollen sauberer werden Mit einem neuen Förderprogramm will das deutsche Bundeslandwirtschaftsministerium die Industrie motivieren, saubere Verbrennungstechnik für Holzfeuerungen zu entwickeln. Projektvorschläge lassen sich bis 31. März 2020 bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe einreichen.

Ministerium unterstützt Ideen für emissionsarme Holzfeuerungen

Die Schadstoffemissionen von kleinen, mit Holz beschickten Feuerungen wie Öfen oder Kamine stehen oft im Fokus der Kritik, weil sie trotz strenger Emissionsanforderungen häufig für lokale Umweltbelastungen verantwortlich gemacht werden. Das deutsche Landwirtschaftsministerium wirbt deshalb Projektvorschläge ein, die zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter Grundlagen sowie zukunftsfähiger Konzepte und Verfahren für die emissionsarme Bereitstellung und Nutzung von Wärme aus Biomasse durch kleine Holzfeuerungen beitragen. Die Projekte sollen die Markterfordernisse im Blick haben und der systemdienlichen Nutzung von Wärme aus Biomasse eine Entwicklungsperspektive geben. Grundlagenforschung ohne direkten Anwendungsbezug unterstützt das Ministerium nicht. Vorschläge für den Förderaufruf “Saubere Verbrennung von festen Biobrennstoffen in Kleinfeuerungsanlagen mit sehr geringen Schadstoffemissionen” können bis zum 31. März 2020 bei der FNR eingereicht werden.

Zum Hintergrund des Förderaufrufs

Kurz- und mittelfristig werden neue, allgemein gültige EU-Emissionsrichtlinien für kleine Biomasseanlagen eingeführt, zum Beispiel die Ökodesign-Richtlinie für Kleinfeuerungen. Sie wird bei kleinen Holzfeuerungen unter anderem neue Grenzwerte für Stickoxide und organische gasförmige Verbindungen einführen, die in der Bundesimmissionsschutzverordnung bisher nicht limitiert sind. “Diese stellen zum Teil eine erhebliche Herausforderung für die Biomasseverbrennungstechnik im untersten Leistungsbereich dar”, heißt es im Förderaufruf des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Auch die bereits die limitierten Schadstoffemissionen wie zum Beispiel Staub und Kohlenmonoxid müssten weiter gesenkt werden, um Umweltvorgaben in Wohngebieten zu erfüllen. Laut FNR bieten sich verschiedene Optionen an, besonders emissionsarme Holzfeuerungen zu entwickeln. Weitere Verbesserungen gegenüber dem derzeitigen Stand der Technik können unter anderem durch optimierte Vergasungs- und Verbrennungsprozesse, den Einsatz von Sensor- und Informationstechnik zur Feuerungsregelung, einen optimierten Brennstoffeinsatz sowie den Gebrauch von Abscheidern und Katalysatoren erreicht werden.

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