Fliegen bald auch in Biberachs Innenstadt: Pellets
Um ihr mit klimafreundlicher Wärme versorgen zu können, plant die Stadt Biberach den Bau eines Nahwärmenetzes. Für den ersten Bauabschnitt hat Biberach aus dem Programm „Klimaschutz mit System“ des Landes Baden-Württemberg rund 1,6 Millionen Euro an Förderung bekommen.
Biberach: Pellets- und Umweltwärme ersetzen Gas
Mit den Landesgeldern will Biberach eine bestehende Gas-Heizanlage zur regenerativen Energiezentrale umbauen. Sie sollen eine Pelletsheizung mit 650 Kilowatt Leistung, eine Grundwasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 300 Kilowatt und ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit 100 Kilowatt elektrischer Leistung bilden. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage soll den Strom für die Wärmepumpe erzeugen. An die Energiezentrale, die bisher eine Schule, eine Sporthalle und einen Kindergarten mit Wärme versorgt hat, sollen weitere Nutzer wie die Gymnasien der Stadt sowie drei Gebäude des Landratsamtes angeschlossen werden. Dazu soll eine eine Wärmeleitung verlegt werden. Mit der neuen Energiezentrale spart die Stadt nach eigenen Angaben 83 Prozent der Kohlendioxidemissionen des alten Systems. Die CO2-Einsparung aus der regenerativen Wärmeerzeugung sowie einer Photovoltaikanlage will sie an der Gebäudefassade der Energiezentrale und in einer angrenzenden, überregional genutzten Sporthalle sichtbar machen.
Baden-Württemberg fördert mit EU-Geldern
Die baden-württembergische Landesregierung unterstützt Gemeinden und Landkreise, die systematisch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten., mit dem Förderprogramm “Klimaschutz mit System”. Es fördert Maßnahmen des kommunalen Klimaschutzes, die auf vorhandenen, in den Gemeinden und Landkreisen erarbeiteten Klimaschutzkonzepten oder auf der Teilnahme der Kommune am European Energy Award beruhen. Das Förderprogramm stockt die Landesregierung mit Mitteln aus dem europäischen Fonds REACT-EU auf.