Pellets-Nahwärme selbst verlegt
Pellets-Nahwärme: In Walkertshofen bei Augsburg sollen zwei Pelletskessel ein Wohngebiet mit 13 Häusern versorgen. Angestoßen habe das Projekt acht Baufamilien gemeinsam mit der Gemeinde.
Pellets-Nahwärme: Gemeinsam umweltfreundlich heizen
Zu einer Wärmegemeinschaft haben sich in der schwäbischen Gemeinde Walkertshofen im Landkreis Augsburg acht Baufamilien und die Gemeinde zusammengeschlossen. Ein Nahwärmenetz versorgt die Ein- und Mehrfamilienhäuser des Neubaugebiets Röstergraben mit ökologischer Wärme. Erzeugt wird sie von zwei Ökofen-Pelletskesseln mit je 64 Kilowatt Leistung. Sie stehen in einem 50 Quadratmeter großen Heizhaus, das außerdem das Brennstofflager sowie einen 2.000 Liter fassenden Pufferspeicher beherbergt. Den Strom zum Betrieb der Heizung liefert eine Photovoltaikanlage. Die Anlage soll im September 2021 fertig sein, rechtzeitig zum Bezug der ersten Wärmegemeinschaft: gemeinsam
Walkertshofen: Baufamilien verlegen gemeinsam Nahwärmeleitung
Die Vorteile einer gemeinschaftlichen Wärmeversorgung für die Baufamilien: Die Häuser benötigen keine eigene Heizung und sparen damit Platz. Eine Übergabestation für die Pellets-Nahwärme genügt. Wärmemengenzähler erfassen, wie viel umweltfreundliche Wärme die Häuser verbrauchen. Wartungs- und Betriebskosten fallen für jeden Hausbesitzer nur anteilig an. “In Summe ist davon auszugehen, dass jeder der Bauherren etwa 40 Prozent der Investitionskosten einspart im Vergleich zum Einsatz eigener Pellet-Heizanlagen”, schreibt Kesselhersteller Ökofen in einer Presseinformation. Der Staat bezuschusst ein Drittel der Investition in die Heiztechnik im Heizhaus von etwa 140.000 Euro. Die Gesellschafter der Wärmegemeinschaft Walkertshofen und die künftigen Bauherren sind von der Idee Pellets-Nahwärme jedenfalls derart begeistert, dass sie die über 350 Meter Fernwärmerohre selbst verlegt haben.