Eine Feuerstätte liefert wohlige Wärme
Eine moderne Feuerstätte verbindet Komfort und Behaglichkeit mit einer sicheren und kostengünstigen Wärmeversorgung. Wer jetzt mit der Umsetzung startet, kann schon bald den ersten Winter mit dem eigenen Kaminfeuer genießen.
1. Feuerstätte frühzeitig planen und beraten lassen
Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik empfiehlt beim Weg zur eigenen Feuerstätte – sei es ein Kaminofen, ein Pelletsofen oder ein Heizkamin – alles von der Auswahl bis zur Inbetriebnahme gut zu planen. Denn in vielen Regionen ist das Fachhandwerk gut ausgelastet. Daher lohnt es sich, frühzeitig zu starten. Wer jetzt plant, kann in Ruhe das passende Modell auswählen und gemeinsam mit Fachhändlern oder Ofenbauern die Technik und das Design festlegen.
2. Schornsteinfeger von Anfang an einbeziehen
Erster Ansprechpartner ist der zuständige Schornsteinfeger. Er prüft, ob ein vorhandener Schornstein geeignet ist oder ob Anpassungen nötig sind. Nach dem Einbau kontrolliert er die sichere Abführung der Abgase, die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände der Feuerstätte zu brennbaren Bauteilen und erteilt die Betriebserlaubnis. Zudem weiß er, ob vorhandene Altgeräte aufgrund gesetzlicher, abgelaufener Fristen ausgetauscht werden müssen.
3. Das passende Modell finden
In Deutschland bieten rund 50 Hersteller mehr als 1.000 unterschiedliche Modelle an. Kamin- und Pelletöfen sind als freistehende Einzelgeräte flexibel aufstellbar, während Heizkamine und Kachelöfen individuell vom Ofenbauer geplant und errichtet werden. Inspiration können Sie auf der Internetseite www.ratgeber-ofen.de unter Herstellersuche sowie in den Ausstellungen des Fachhandwerks finden.
4. Die richtige Heizleistung wählen
Neben der Optik sind technische Kriterien entscheidend. Die Heizleistung sollte exakt auf den Wärmebedarf des Hauses abgestimmt sein, um ein Überheizen zu vermeiden. Grundlage für die Berechnung sind Wohnfläche, Gebäudeart und Wärmedämmung. Für gut gedämmte Gebäude stehen Geräte mit geringerer Leistung oder Wärmespeicher zur Verfügung.
5. Feuerstätte in das Heizsystemen einbinden
Wer einen Schritt weitergehen möchte, der investiert in einen wasserführenden Kamin- oder Pelletofen, der in das Heizungssystem eingebunden wird. Sobald das Feuer lodert, wird das im Wärmetauscher erhitzte Wasser einem Pufferspeicher zugeführt und anschließend in die Heizkörper oder die Fußbodenheizung sowie in die zentrale Wasserversorgung für Küche und Bad eingespeist.
6. Brennstoff bevorraten
Ofenfertiges Kaminholz und Holzpellets sind im örtlichen Brennholzhandel sowie in Baumärkten erhältlich. Wer sein Brennholz selbst sägen und spalten möchte, kann Holz beim Forstwirt kaufen. Das Holz fällt bei der Waldpflege an. Die Baumstämme – sogenannte Polter – müssen in der Regel am Waldweg abgeholt, gesägt und gespalten werden. Da frisch geschlagenes Holz eine hohe Restfeuchte hat, sind die gespaltenen Holzscheite an einem sonnigen und trockenen Ort so lange zu lagern, bis die Restfeuchte weniger als 20 Prozent beträgt.