Zukunft Altbau drängt auf zukunftsfähige Energiestandards für Gebäude

Dienstag, 11. Juni 2019 | Autor: Joachim Berner

Höhere Energiestandards im Altbau gefordert Höhere Energiestandards im Altbau gefordert Wegen der niedrig angesetzten Energiestandards ist der Entwurf für ein neues Gebäudeenergiegesetz mit den Klimaschutzzielen nicht vereinbar. Diese Ansicht äußert das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau.

Zukunft Altbau vermisst effiziente Energiestandards

Der Entwurf Ende Mai 2019 vorgelegte Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz führt Energieeinsparverordnung, Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und Energieeinspargesetz zusammen. Für Hauseigentümer soll sich an den Energiestandards kaum etwas ändern. “Wir können unsere Klimaschutzziele nur erreichen, wenn deutlich mehr Bestandsbauten umfassend saniert werden. Kleinere Verschärfungen für Neubauten reichen bei weitem nicht”, kritisiert Frank Hettler von Zukunft Altbau. So sei der von der EU geforderte Standard für Neubauten als Niedrigstenergiegebäude, der ursprünglich Anlass für das neue Gesetz war, im vorliegenden Entwurf auf dem Niveau der bisherigen Vorgaben nach der Energieeinsparverordnung definiert. Stattdessen bedürfe es zukunftsorientierte Energiestandards für die Sanierung von Bestandsgebäuden. In Deutschland stagniere die Gesetzgebung dazu seit über zehn Jahren.

Deutschland hinkt hinterher

Hettler bemängelt außerdem Fortschritte bei der Gebäudeenergiebilanzierung. Die bisherigen Vorgaben, etwa aus der Energieeinsparverordnung seien im Detail selbst für ausgewiesene Fachleute nicht komplett verständlich und würden in der Baupraxis genauso wie bei der Förderung immer wieder für Verwirrung sorgen. Ein Blick auf andere europäische Nachbarländer zeigt: Dänemark, Frankreich, oder Österreich fördern einfachere Verfahren und ambitioniertere Energiestandards. “In Deutschland gab es im Sektor Gebäude seit der Einführung der Energieeinsparverordnung 2006 dagegen keinen nennenswerten Fortschritt mehr. Und das, obwohl sich Bautechnik – beispielsweise bei effizienten Verglasungen – und Gebäudestandards erheblich weiterentwickelt haben”, sagt Hettler. Der Referentenentwurf wurde bislang lediglich von den Bundesministerien für Wirtschaft und Bau veröffentlicht. Die Zustimmung des Bundesumweltministeriums fehlt nach wie vor. Der Referentenentwurf geht nun in die Verbändeabstimmung, die bis Ende Juni 2019 abgeschlossen sein soll.

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