Ab Mai gelten neue Regeln für Energieausweise

Mittwoch, 03. Februar 2021 | Autor: Joachim Berner

Anforderungen an Energieausweise steigen Anforderungen an Energieausweise steigen Zehn Jahre alte Energieausweise müssen in diesem Jahr erneuert werden. Künftig müssen sie die Höhe der Treibhausgasemissionen anzeigen. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Energieausweise

Bei Verbrauchsausweisen sind Hauseigentümerinnen und -eigentümer in Zukunft verpflichtet, detaillierte Angaben zur energetischen Bewertung des Gebäudes zu machen. Das schreibt das am 1. November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz vor. Gebäudeenergieberaterinnen und -berater müssen die Angaben vor Ort oder anhand geeigneter Fotos prüfen. Die neuen Regeln gelten ab 1. Mai 2021. Relevant werden die Änderungen in diesem Jahr für 2011 ausgestellte Energieausweise. Der Ausweis oder eine Kopie davon muss vorgelegt werden, wenn ein Gebäude neu vermietet, verkauft oder verpachtet wird. Das gilt künftig auch für Maklerinnen und Makler. Die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen bleiben unverändert erhalten. Wer sein Gebäude selbst bewohnt oder nicht neu vermietet, benötigt keinen neuen Ausweis.

Was sich für Energieausweise ändert

Folgende Regelungen kommen künftig hinzu: Ab 1. Mai 2021 führt der Energieausweis die Treibhausgasemissionen auf. Der Schadstoffausstoß wird aus dem Primärenergiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes berechnet. Ebenfalls neu: Was bislang schon bei Bedarfsausweisen der Fall ist, gilt ab Mai auch bei Verbrauchsausweisen. Eigentümerinnen und Eigentümer müssen die energetische Qualität des Gebäudes detailliert angeben, inklusive inspektionspflichtiger Klimaanlagen. Auch das Fälligkeitsdatum der nächsten Untersuchung muss festgehalten werden. Gebäudeenergieberaterinnen und -berater müssen zudem künftig die bestehenden Gebäude vor Ort in Augenschein nehmen oder anhand geeigneter Fotos bewerten, um passende Maßnahmen zur Modernisierung zu empfehlen. Auf diese Weise soll die Qualität der Sanierungsempfehlungen verbessert werden. Stellen Eigentümerinnen und Eigentümer die Daten für den Energieausweis bereit, sind sie für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich. Expertinnen und Experten, die Energieausweise ausstellen, müssen die bereitgestellten Informationen sorgfältig prüfen. Sie dürfen die Angaben nur verwenden, wenn kein Zweifel an ihrer Richtigkeit besteht

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