Waldstudie: Holznutzung hilft dem Klima

Montag, 05. Februar 2024 | Autor: Joachim Berner

Studie spricht sich für Holznutzung aus Studie spricht sich für Holznutzung aus Die Studie “KlimaHolz”der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat in verschiedenen Szenarien berechnet, wie Holznutzung zum Klimaschutz beitragen kann.

Zu welchen Ergebnissen die Waldumbau-Studie kommt

  • Holznutzung steigert die CO2-Leistung des Waldes.
  • Holzbau und saubere Holzenergie können jetzt noch die stärkste Substitutionsleistung für fossile Bau- und Brennstoffe entfalten. Genug Rohstoff für alle ist da.
  • Die Wälder müssen für die Herausforderungen des Klimawandels umgebaut werden: Nadelwälder müssen zu Mischwäldern werden. Gleichzeitig sollten einige alte Laubwälder behutsam verjüngt und mit Nadelbäumen ergänzt werden. Mehr Mischwälder stärken die Biodiversität.
  • Holznutzung und Biodiversität gehen Hand in Hand. Nutzung von Laubwäldern kann anfangs auch zum Klimaschutz beitragen, bei Erreichen einer defossilisierten Wirtschaft dann Fokus auf CO2-Speicherung direkt im Wald legen.
  • Urwälder, also stillgelegte Wälder, können sogar zu einer CO2-Quelle werden und zur Klimaerhitzung beitragen. Das Risiko für massive Schäden und Totalausfälle ist höher.
  • Holzverwendung und -verarbeitung sowie Holzenergie schaffen regionale Wertschöpfung.

Laut der Studie erreicht ein Waldumbau mit Holznutzung die beste Klimaschutzwirkung, weil …

  • … Mischwälder aus Laub- und Nadelbäumen stabiler gegenüber Gefahren des Klimawandels sind.
  • … alters- und sortengemischte Wälder mehr Kohlendioxid aufnehmen als ältere Monokulturen.
  • … die Biodiversität gesichert bleibt.
  • … Holz aus dem Waldumbau und Reststoffe fossile Energieträger ersetzen.
  • … Kohlendioxid gleichzeitig in langlebigen Holzprodukten gespeichert wird.
  • … auch über 2050 hinaus die Klimaschutzleistung sehr wahrscheinlich bestehen bleibt.

Was das für die Pelletsherstellung bedeutet

Fünf Millionen Tonnen Pellets pro Jahr lassen sich der Studie zufolge allein aus heimischen Sägenebenprodukten und Reststoffen bereitstellen. Dazu kommen 17 Millionen Tonnen aus nicht sägefähigem Holz – und perspektivisch – aus Waldrestholz. Hackschnitzel aus Waldrestholz und Ernterückständen stehen anfangs durch den Waldumbau und wahrscheinlich auch als Schadholz vermehrt zur Verfügung. In den Folgejahren erreichen dann auch die neuen Bestände das Alter zur Durchforstung und damit zur Bereitstellung von Waldrestholz aus der Waldpflege. Weitere Fragen und Antworten zur Studie finden Sie beim DEPV.

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