US-Pelletsproduzenten beliefern hauptsächlich Großbritannien

Dienstag, 09. Juni 2015 | Autor: Joachim Berner

Drei Viertel der Exporte von US-Pelletsproduzenten gehen nach Großbritannien, davon über 80 Prozent an ein Kraftwerk der Drax-Gruppe. Das meldet das US-amerikanische Energieministerium EIA. Demnach haben die heimischen Produzenten ihren Auslandsabsatz von 2013 auf 2014 um 40 Prozent von 3,2 auf 4,4 Millionen Tonnen gesteigert.

Britische Kraftwerksbetreiber stellen auf Pellets um

EIA sieht in der britischen Energiepolitik den Haupttreiber für den Überseehandel. Großbritannien hat das Ziel, 15 Prozent seines Energiebedarfs bis 2020 mit erneuerbaren Energien zu decken. Das habe Kraftwerksbetreiber wie Drax veranlasst, von Kohle auf Biomasse umzustellen. Im vergangenen Jahr hat das Drax-Kraftwerk östlich von Leeds allein 4,5 Millionen Tonnen Pellets verstromt, im Jahr zuvor waren es erst 1,8 Millionen Tonnen.

Briten produzieren in den USA

Das Drax-Tochterunternehmen Drax Biomass besitzt laut EIA mehrere Pelletswerke im Süden der USA. Dazu gehören unter anderem Amite Bioenergy und Morehouse Bioenergy in Mississippi und Louisiana mit einer jährlichen Produktionskapazität von zusammen einer Million  Tonnen. Drax plant ein weiteres Pelletswerk in Mississippi. Außerdem hat es einen Liefervertrag mit dem brasilianischen Hersteller Tanac abgeschlossen.

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