Solarverband will Abwrackprämie für Ökowärme

Dienstag, 24. September 2019 | Autor: Joachim Berner

Solarthermie soll von Abwrackprämie profitieren Solarthermie soll von Abwrackprämie profitieren Die Solarwirtschaft warnt vor einer Abwrackprämie für Heizungen, falls durch sie Ölkessel nur durch Gaskessel ersetzt werden. Das Klimakabinett solle stattdessen den Einsatz erneuerbarer Energien zur Fördervoraussetzung machen.

Abwrackprämie macht nur Sinn mit Ökoheizungen

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) begrüßt das Vorhaben der Großen Koalition, eine Abwrackprämie und steuerliche Förderung für die Substitution veralteter Heizungen aufzulegen. Doch der Verband schränkt seine positive Haltung ein. Die erhoffte Klimaschutzwirkung und damit verbundenen Kosten stünden nur dann in einem guten Verhältnis, wenn die neue Heizung zumindest anteilig erneuerbare Energien nutze. Dies müsse künftig zur Fördervoraussetzung werden. “Der Tausch von Ölheizungen einzig durch Gaskessel darf nicht belohnt werden”, warnt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Alternativen stehen bereit

Bislang nutz nach BSW-Angaben nur jede vierte neue Heizung in Deutschland erneuerbare Energien. Der Verband erwartet, dass das viel zu langsame Modernisierungstempo in deutschen Heizkellern mit Hilfe der derzeit zwischen den Koalitionsfraktionen diskutierten Maßnahmen spürbar erhöht werden kann, wenn neben alten Ölkesseln auch der Austausch ineffizienter Gaskessel angereizt werde. Um eine anhaltende Verfehlung der Klimaziele und damit verbundene Strafzahlungen in Milliardenhöhe zu vermeiden, müsse aber gleichzeitig der Anteil von umweltfreundlichen Heizungen schnell vervielfacht werden. Mit Biomasse, Geothermie und Solarenergie stünden Alternativen bereit.

Wärmewende stagniert

Der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmebedarf stagniert seit nunmehr sieben Jahren bei lediglich 13 bis 14 Prozent. Dies geht aus Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik hervor. “Daran wird sich kaum etwas ändern, wenn die Politik das akute Klimaproblem im Wärmesektor weiterhin nur homöopathisch behandelt”, sagt Körnig. “Wir werden absehbar um verbindliche Mindestquoten zum Einsatz erneuerbar Energien bei der Heizungssanierung nicht herumkommen.” Bis dahin müsse ein zumindest anteiliger Einsatz von erneuerbaren Energien Voraussetzung für die Vergabe von Fördermitteln werden.

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