Solarthermiebranche erwartet weiteren Aufschwung – will aber mehr

Montag, 03. Mai 2021 | Autor: Joachim Berner

Solarthermiebranche: Kollektorproduktion Solarthermiebranche: Kollektorproduktion Nach einem Absatzplus von 26 Prozent im vergangenen Jahr erwartet die deutsche Solarthermiebranche, dass die Nachfrage nach Solarthermie weiter anzieht. Die Geschäftserwartung hat sich laut Bundesverband Solarwirtschaft zuletzt weiter aufgehellt.

Solarthermiebranche braucht neue Geschäftsfelder

Der Aufschwung scheint sich fortzusetzen. Im ersten Quartal 2021 setzte die Solarthermiebranche gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum 23 Prozent mehr Solarkollektoren ab. “Ursache des anhaltend hohen Interesses innerhalb der Bevölkerung sei ein gewachsenes Klimabewusstsein, die Einführung eines CO2-Preises auf fossile Energieträger sowie verbesserte Förderangebote für die Solarwärme”, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). Um die auf europäischer Ebene vereinbarten Klimaziele erreichen zu können, sind seiner Einschätzung nach deutlich stärkere Anstrengungen erforderlich: “Die Solarisierung des Wärmesektors muss bis zum Jahr 2030 mindestens verdreifacht werden, auf dann 45 Gigawatt.” Die dafür notwendige Versiebenfachung der jährlich installierten solaren Heizleistung könne nur erreicht werden, wenn der Einsatz von Solarkollektoren nicht nur im Eigenheimsektor verbreitet werde, sondern für die Erzeugung von Fern- und Prozesswärme.

Solarthermiebranche fordert Investitionsprogramme

Nach Auffassung der Solarthermiebranche braucht es dafür die Anhebung der CO2-Mindestpreise im Wärmesektor und die Einführung solartechnischer Mindeststandards im Falle der Heizungssanierung. Diese Maßnahmen müssten durch hinreichend und unterbrechungsfrei ausgestattete Förderprogramme flankiert und sozial abgefedert werden. Zur Skalierung der Solarwärmenutzung in der Fern- und Prozesswärme sowie zur Errichtung saisonaler Wärmespeicher müssten zudem schnell geeignete Investitionsprogramme aufgelegt werden. “Die bereits seit längerem in Aussicht gestellte Bundesförderung für effiziente Wärmenetze muss noch in diesem Frühjahr gestartet werden, kann aber nur der Einstieg in die Solarisierung deutscher Innenstädte sein”, erklärt Körnig.

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