Solarenergie Ulm hat im März eine Produktionslinie für Holzpellets im österreichischen Sachsenburg erworben. Nun will die Firma ihren Ausbau über Crowdfunding finanzieren, bei dem sich Anlegerinnen und Anleger schon mit Beträgen ab 250 Euro beteiligen können.
Solarenergie Ulm will Pelletswerk im Sommer ausbauen
“Wir sehen im Markt für Holzpellets aktuell eine antizyklische Investitionsmöglichkeit, die kurz- bis mittelfristig überproportionale Entwicklungspotentiale bietet”, erklärt
Solarenergie Ulm-Geschäftsführer Stefan Laternser. Das Projekt erfülle strenge wirtschaftliche Investitionskriterien. Die erworbene Produktionslinie will Laternser mit einem 10-Jahresvertrag an einen Hersteller verpachten und nach Vertragsende an ihn veräußern. Die Leistung der Pelletierlinie beträgt bis zu 30.000 Jahrestonnen. Im Sommer soll sie aufgrund der erwarteten Nachfrage an Pellets zum Weihnachtsgeschäft ausgebaut werden. Das dafür notwendige Kapital wirbt
Solarenergie Ulm seit 11. April 2017 mit Crowdfunding über Econeers ein. Anlegerinnen und Anleger sollen bis zu 400.000 Euro beisteuern. Am 5. Mai 2017 hat
Solarenergie Ulm bereits 211.250 Euro von 178 Menschen erhalten.
Wohin das Geld fließt
Sachsenburg liegt in Kärnten, einer der waldreichsten Gegenden Österreichs. Es herrschen laut
Solarenergie Ulm beste Voraussetzungen, für den dort hergestellten regenerativen Ökobrennstoff. Von Sachsenburg werde das regionale Umfeld versorgt sowie der Export nach Italien organisiert. Die Nachfrage nach Pellets übersteige am Produktionsstandort die Fertigungsmöglichkeiten bei weitem. Auf der Dresdner Plattform Econeers können Interessierte bereits ab einem Betrag von 250 Euro in erneuerbare Energien und energieeffiziente Technologien investieren. Seit Gründung ihrer im Oktober 2013 haben mehr als 6.400 Menschen über 5,6 Millionen Euro in nachhaltige Projekte angelegt.