Pelletbranche prognostiziert weiteres starkes Wachstum

Freitag, 23. Oktober 2009 | Autor: pelletshome

Ettenheim – „Die Rohstoffpotenziale beim heimischen Holz sind auch bei einem deutlichen Ausbau von Pelletheizungen in Deutschland ausreichend.“ Hierauf wies der Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), Martin Bentele, aktuell im Rahmen einer Pressefahrt hin. Das DEPI geht bei der Prognose zur Entwicklung des Wärmemarktes in Deutschland zusammen mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) von einer stärkeren Zunahme erneuerbarer Wärmequellen aus als von der Bundesregierung angenommen.

„Bei verbesserten Rahmenbedingungen kann sich der Anteil erneuerbarer Energie am Wärmemarkt bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent erhöhen“, betonte Bentele. Die Bundesregierung prognostiziert eine geringere Zunahme von rund sieben Prozent (2008) auf 14 Prozent im Jahr 2020. Bis zum Jahr 2020 rechnen DEPI und BEE mit einem Anstieg auf eine Million Pelletheizungen. Das entspräche einem achtmal höheren Pelletbedarf von acht Millionen Tonnen jährlich. Mit 37,6 Terrawattstunden (TWh) läge der Beitrag der Pellets zur erneuerbaren Wärmeproduktion dann bei etwa 13 Prozent. Die Pelletbranche trägt dadurch einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Die Holzenergie wird 80 Prozent der Bioenergie im Wärmemarkt abdecken. Mit circa 75 TWh erbringt Scheitholz in der BEE-Prognose den größten Anteil der gesamten erneuerbaren Bioenergie (150 TWh).

Ein Blick auf die Entwicklung des Holzvorrats in den deutschen Wäldern zeigt, dass die Potenziale zur Erhöhung des energetischen Einsatzes gegeben sind. Eine aktuelle Inventurstudie des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts (Braunschweig) sieht die deutschen Wälder europaweit auch künftig auf dem Spitzenplatz. Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) erläutert hierzu, dass trotz der nachfragebedingt deutlich gestiegenen Nutzungsmengen und trotz Orkanschäden durch „Kyrill“ (2007) und „Emma“ (2008) rund zehn Prozent mehr Holz zugewachsen seien als eingeschlagen wurden. Der Holzvorrat stieg demnach von rund 3,4 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2004 auf mehr als 3,6 Milliarden Kubikmeter (2008) an.

Der DEPI-Geschäftsführer fordert von der Politik, durch entsprechende Vorgaben dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zu einer Verschwendung des heimischen Holzes zur reinen Verstromung oder für die Kraftstofferzeugung komme. Demgegenüber stellten Pelletheizungen mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent besonders effiziente Wärmequellen dar.

Die Ergebnisse aus der Inventurstudie 2008 des DFWR können unter dfwr.de eingesehen und heruntergeladen werden.

Quelle: Deutsches Pelletinstitut (DEPI)

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