Die Pusch AG aus Marienrachdorf im Westerwald hat Anfang September eine neuartige Pelletieranlage in Betrieb genommen. Sie kann Biomasse aus unterschiedlichen land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen verarbeiten. Dazu setzt sie Stempel- anstatt wie sonst üblich Kollerpressen ein. Das Agrarstick getaufte Mischpellet, das sich mit de Anlage produzieren lässt, besitzt einen Durcchmesser von zwölf 12 Millimetern. “Dieser neue Pellet ist durch seine hohe Energiedichte, seinen geringen Lagerplatzbedarf und seine sehr gute Transportfähigkeit insbesondere für Gewerbe und Industrie die ideale Alternative zum klassischen Hackschnitzel”, beschreibt Vorstand Guido Pusch seine Vorteile.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle lobte bei der Inbetriebnahme des Agrarstick-Vorführwerks den Innovationsgeist von Unternehmensgründer Pusch. Foto: Pusch AG
Der Fakt, dass die Biomassevorkommen von Region zu Region unterschiedlich sein können, hat Pusch zur Entwicklung des Mischpellets bewogen. Mit dem Agrarstick können Hersteller seiner Meinung nach das größtmögliche Biomassepotenzial einer Region nutzen. So könnten sie neben Holz und Holzabfällen auch Stroh oder Miscanthus verarbeiten. Mit dem neuen Maschinensystem ließen sich Agrarsticks industriell herstellen. Pusch hat gemeinsam mit dem Deutschen Biomasse Forschungszentrum in Leipizig ein Konzept für die Markteinführung der Pelletiertechnologie entworfen.