Positionspapier zur energetischen Holznutzung
Die Wärmeversorgung sollte stärker auf die Nutzung von heimischen erneuerbaren Energieträgern fokussiert werden. Weshalb der Bundesverband Erneuerbare Energie ein Positionspapier herausgegeben hat.
Positionspapier erläutert nachhaltige Waldnutzung
Die Potenziale der Holzenergie werden aktuell nicht ausreichend gewürdigt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) legt deshalb in seinem Positionspapier zur energetischen Holznutzung den aktuellen Stand zur Waldnutzungsdebatte dar und verdeutlicht, dass die energetische Verwertung von Holz bei nachhaltiger Waldnutzung gleichermaßen einen Beitrag zur Waldpflege und zur Wärmewende leisten kann. „Wer Holzenergie pauschal infrage stellt, verkennt die Realität unserer Wälder und erschwert aktive Waldpflege, Klimaanpassung und regionale Wertschöpfung“, erklärt BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder seien resilienter und würden einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Warum Holzenergie nachhaltig ist
Entscheidend für die Nachhaltigkeit der Holzenergie ist der Blick auf den Wald als Gesamtsystem. In Deutschland wächst über einen langen Zeitraum gesehen mehr Holz nach als genutzt wird. Wie die letzte Bundeswaldinventur zeigt, ist der Vorrat im Wald über die vergangenen zehn Jahre stabil gewesen. Zudem würde nicht genutztes Holz im Wald verrotten und dabei CO₂ freisetzen – allerdings ohne fossile Energien zu ersetzen. Von den insgesamt durch erneuerbare Energien vermiedenen rund 249 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen im Jahr 2024 entfielen 40 Millionen Tonnen auf den Wärmesektor – und davon 25 Millionen Tonnen auf Holz. Wichtig: In der Praxis wird hochwertiges Holz zuerst für Bau und Möbel genutzt. Energetisch verwertet werden überwiegend Rest- und Nebenprodukte, die für andere Anwendungen nicht geeignet sind.