Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Rohholz importiert als exportiert. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) mitgeteilt. Exporten von 3,3 Millionen Kubikmetern im Wert von 265 Millionen Euro standen Einfuhren von 6,8 Millionen Kubikmetern im Wert von 424 Millionen Euro gegenüber.Bester Kunde für deutsches Holz war Österreich. Fast die Hälfte des ausgeführten Rohholzes gingen an den südlichen Nachbarn (1,5 Millionen Kubikmeter).
Rund ein Fünftel der gesamten Rohholzeinfuhren nach Deutschland kamen aus der Tschechischen Republik (1,3 Millionen Kubikmeter). Weitere wichtige Lieferländer waren Polen (1,2 Millionen Kubikmeter) und Frankreich (1,1 Millionen Kubikmeter). Der Holzeinschlag in Deutschland betrug im Jahr 2010 rund 54,4 Millionen Kubikmeter. Das war zwar deutlich mehr als im Jahr 2009 (48,1 Millionen Kubikmeter), jedoch weniger als im sechsjährigen Mittel von 2004 bis 2009 (59 Millionen Kubikmeter). Mit 42,4 Millionen Kubikmetern machte Nadelholz über drei Viertel des Gesamteinschlages im Jahr 2010 aus, auf Laubholz entfielen 22 Prozent (11,9 Millionen Kubikmeter).
Hätte ich nicht erwartet. Mir war nicht bewusst, dass Deutschland Rohholz importieren lässt – Einfuhr von 6,8 Millionen Kubikmetern im Wert von 424 Millionen Euro ist wirklich immens viel.