ÖBV: Trotz wachsender Holzenergie sinken Feinstaubemissionen

Montag, 13. Februar 2017 | Autor: Joachim Berner

Der stark gestiegene Einsatz von Holzenergie in Österreich hat nicht dazu geführt, dass auch die Feinstaubemissionen anschwellen. Darauf weist der Österreichische Biomasse-Verband (ÖBV) hin. So sei der Schadstoffausstoß zwischen 1990 und 2014 um 42 Prozent gesunken.

Moderne Holzheizungen wärmen schadstoffarm

Als Grund für die geringeren Feinstaubemissionen nennt der ÖBV die verbesserte Verbrennungstechnik moderner Holheizungen. Besonders große Effekte könne der Ersatz alter Festbrennstoffanlagen durch neue, moderne Geräte bringen. Eine Studie der Johannes Kepler Universität in Linz belege, dass dadurch rund 90 Prozent der Feinstaubemissionen eingespart werden würden. Deutschland beweise mit seiner Bundesimmissionsschutzverordnung, dass sich der Ersatz von Altanlagen verpflichtend regeln lasse. Der ÖBV mahnt zu einer ganzheitlichen Betrachtung, wenn es darum geht, die Schadstoffemissionen zu bewerten. Es sei unverzichtbar, dass sowohl die Kohlendioxidabgabe als auch Feinstaubemissionen bewertet würden. Beiträge zum Klimaschutz, zur Unabhängigkeit der Energieversorgung, zur regionalen Wertschöpfung und zur Nachhaltigkeit dürften jedoch nicht vernachlässigt werden.

Wetter beeinflusst Feinstaubbelastung

“Feinstaubemissionen sind ein sehr komplexes Thema”, sagt ÖBV-Sprecher Antonio Fuljetic-Kristan. Es handele sich nicht um eine einzelne Substanz, wie es zum Beispiel bei Kohlenmonoxid der Fall sei. Neben den chemischen Unterschieden spiele für die Auswirkung der Feinstaubemissionen auch die klimatische Situation eine entscheidende Rolle. “So ist in Österreich zum Beispiel Graz als Feinstaub-Hochburg bekannt. Das liegt aber nicht daran, dass in der Stadt mehr Feinstaub produziert wird als anderswo”, sagt Fuljetic-Kristan. Die steirische Landeshauptstadt liege vielmehr in einer Kessellage, in der es vor allem in den Wintermonaten zu einer Inversionswetterlage kommen könne, in der sich praktisch kein Luftaustausch mit der Umgebung vollziehe. Wien beispielsweise liege in einer starken Westwindzone. “Folge ist, dass die in Wien gemessenen Feinstaubwerte zu 75 Prozent nicht aus dem Stadtgebiet und zu 60 Prozent nicht einmal aus Österreich stammen.”

Bewerten Sie diesen Beitrag

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.7/5 (3 votes cast)
4.753
Schlagworte: , , , ,

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre persönlichen Daten

Ihr Kommentar

Sie haben News für die Pellets-Branche?

Senden Sie diese an news@pelletshome.com

Newsletter
Bleiben Sie immer up to date. jetzt Newsletter abon­nie­ren

schnell und einfach den richtigen Pelletofen finden!

zum Produktfinder

zur Navigation Sprache wählen: Home | Sitemap | English | Français | Italiano

Hauptmenü: