Die Energiecontracting Heidelberg AG (ECH) wird künftig das Heizkraftwerk sowie das Fernwärmenetz der Gemeinde Unterhaching betreiben. Ein entsprechender Vertrag wurde am achten Oktober mit der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG unterschrieben.
Wärme aus Tiefen-Geothermie
Die ECH erhielt im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag für die langfristige Betriebsführung der bestehenden Energieversorgung der Gemeinde. Bereits seit dem Jahr 2007 wird Unterhaching bei München mit Wärme aus Tiefen-Geothermie versorgt. Hierzu wurde durch die Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG ein mit der Kalina-Technologie betriebenes Heizkraftwerk errichtet, das Wärme und Strom erzeugt.
Synergien nützen, fossile Brennstoffe sparen
Ein Fernwärmenetz versorgt die Haushalte in Unterhaching mit regenerativer Wärme. Der Energiedienstleister ECH überzeugt bereits beim Tiefengeothermie-Projekt im benachbarten Grünwald mit seinen Dienstleistungen, „Die Bewirtschaftung der beiden Energieversorgungsanlagen durch ECH ermöglicht die Nutzung vieler Synergien.“, erläutert Otto Schwarzmann, Vorstand der ECH. Unterstützt wird dies auch durch den, von beiden Gemeinden Unterhaching und Grünwald, Anfang des Jahres geschlossenen „Wärmeverbund Grünwald und Unterhaching“. „Dadurch können in beiden Wärmenetzen gegenseitig Spitzen- und Redundanzanlagen genutzt und der Einsatz fossil erzeugter Spitzenwärme erheblich reduzieren werden“ ergänzt Schwarzmann.
Größtes Tiefen-Geothermie-Netz in Deutschland
Das in Unterhaching betriebene Heizkraftwerk ist das Einzige in Europa, das in dieser Größe erfolgreich mit der Kalina-Technologie betrieben wird. Aktuell verfügt die Wärmeversorgung in Unterhaching über einen Anschlusswert von rund 50 Megawatt. Das entspricht mehr als 5.000 angeschlossenen Haushalten. Das Fernwärmenetz wird ständig erweitert und es werden neue Kunden angeschlossen. Deutschlandweit ist das Fernwärmenetz in Unterhaching derzeit das größte, das durch einer Tiefen-Geothermiequelle versorgt wird.