Neue Europa-Norm für Holzpellets veröffentlicht

23/09/2011 | : Joachim Berner

Mit der neuen Europäischen Norm EN 14961 gelten europaweit erstmals einheitliche Standards für Holzbrennstoffe. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat das Regelwerk mit Ausgabedatum September 2011 veröffentlicht. Es gilt für Holzpellets, Holzbriketts, Holzhackschnitzel und Stückholz. Alte Normen wie die DIN 51731 für Holzpellets verlieren damit ihre Gültigkeit.

Die Europa-Norm definiert in ihrem zweiten Teil drei verschiedene Qualitätsklassen für Holzpellets: A1, A2 und B. A1-Ware muss die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllen. Sie ist zum Heizen in kleinen und mittelgroßen Pelletsanlagen bis 300 Kilowatt Leistung gedacht. Für ihre Herstellung dürfen die Produzenten keine Vollbäume oder Altholz verwenden. A1-Pellets dürfen bei einer Veraschungstemperatur von 550 Grad Celsius einen Aschegehalt von 0,7 Prozent aufweisen.

Für A2-Pellets können die Hersteller auf ein breiteres Rohstoffsortiment zugreifen. Ihr Aschegehalt darf bis zu 1,5 Prozent betragen. Die Klasse B definiert Industriepellets, für die bislang keine Bestimmungen galten. Industriepellets besitzen noch höhere Aschegehalte als A2-Pellets. Sie werden in großen Anlagen oder Kraftwerken verfeuert.

In Deutschland hat das Deutsche Pelletinstitutschon vor einem Jahr das Zertifizierungssystem ENplus für Holzpellets eingeführt. Es erfüllt die Grenzwerte der Norm EN 14961-2. Bei den Anforderungen an das Produkt geht es teilweise strenger vor als die Europa-Norm. Außerdem berücksichtigt ENplusbei seiner Qualitätsbeurteilung den Pellethandel.

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