Seine Wärme bekommt das Öhringer Krankenhaus aus einem mobilen Pelletsheizhaus der Mann Naturenergie GmbH & Co. KG. „Unser vorrangiges Ziel ist, die Kohlendioxid-Emissionen zu senken“, begründet Dieter Bopp die Entscheidung für den umweltfreundlichen Brennstoff. Der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, zu der auch das Krankenhaus in Öhringen zählt, hat dafür mit der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH einen Contracting-Vertrag für die Lieferung von Biowärme aus Holzpellets abgeschlossen. „Wir haben dem Betreiber des Krankenhauses Öhringen angeboten, ihre Wärmeerzeugung – ohne Mehrkosten - zum Teil auf erneuerbare Energien umzustellen“, sagt Roland Weissert, Geschäftsführer der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH. Die Heizzentrale mit 880 Kilowatt Wärmepower deckt etwa die Hälfte des jährlichen Wärmebedarfs und hilft damit einem Gas-Öl-Kombibrenner mit sieben Megawatt Gesamtleistung.

Ein mobiles Pelletsheizhaus ersetzt Gas und Öl im Öhringer Krankenhaus. Foto: Mann Naturenergie GmbH & Co. KG
Die Mann Naturenergie GmbH mit Sitz im rheinland-pfälzischen Langenbach, die sich bislang auf die Brennstoffproduktion und den Pelletsvertrieb konzentriert hatte, bietet nun auch die umweltreundlichen Heizcontainer an. „Mit unserem mobilen Heizhaus reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach Pelletkesseln mit größerer Leistung“, erklärt Geschäftsführer Markus Mann. Industriebetrieben, Stadtwerken und Wärmelieferanten soll die Komplettanlage als Grundlastkessel dienen: Sie liefert entweder Heißwasser bis zu einer Temperatur von 110 Grad Celsius oder Dampf mit einem Druck bis 8 bar. Herzstück des zweistöckigen Heizhauses ist ein so genannter Turbocrat-Kessel der Weiss Kessel-, Anlagen- und Maschinenbau GmbH mit einer wassergekühlten Düsenrostfeuerung. In Öhringen ist das für den Brennstoff benötigte Lager mit 50 Kubikmeter Fassungsvermögen auf das eigentliche Kesselhaus montiert.
Der mit der Krankenhaus-Betreibergesellschaft vereinbarte Wärmelieferungsvertrag gilt zunächst für ein Jahr. „Wir analysieren nun, welche wirtschaftlichen Vorteile sich für uns ergeben und werden den Vertrag dann gegebenenfalls verlängern“, erklärt Bopp. Durch das Contractingmodell musste die Hohenloher Krankenhaus gGmbH nicht selbst für eine Finanzierung sorgen, stattdessen investierte EDi rund 350.000 Euro. Ihre Anschaffungskosten legt sie auf den Wärmepreis um. Für das Krankenhaus dürften sich die Energiekosten um etwa 20.000 Euro pro Jahr reduzieren. Sollte Bopp sich nach Ablauf des Wärmelieferungsvertrages gegen die Biowärme aus Pellets entscheiden, wird das Container-Heizhaus einfach wieder abgebaut. EDi hätte zwar die Kosten für den Auf- und Abbau der Anlage sowie das Fundament verloren, könnte das bewegliche Heizhaus aber an anderer Stelle wieder aufbauen
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