Kohlenmonoxid lässt sich in Pelletslagern einfach vermeiden

Montag, 28. Juli 2014 | Autor: Joachim Berner

Einfache Vorsichtsmaßnahmen wie das Anbringen von belüfteten Deckeln auf den Befüllstutzen reichen, um die Gefahr von Kohlenmonoxid in Pelletslagern zu verhindern. Darauf weist der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hin. Die Vorrichtungen reduzieren die Kohlenmonoxidemissionen und sind heute Standard beim Bau von Pelletlagern. Außerdem sollte sie mindestens 15 Minuten lang durch die geöffnete Lagertür belüftet werden, bevor man sich in sie begibt. 

Pelletslager lüften

“Auch wenn Holz ein natürlicher Brennstoff ist, sind Pelletlager keine Räume, in denen man sich regelmäßig aufhalten sollte”, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Wie andere Energielagerstätten sollten auch sie nur zweckgebunden, wie beispielsweise zu einer zweijährig durchzuführenden Reinigung betreten werden. Dabei müssen die vom DEPV zusammen mit dem TÜV Rheinland erarbeiteten Ratschläge befolgt werden. “Sie wurden in den letzten Jahren bereits an 140.000 Heizungsbetreiber kostenlos weitergereicht, wodurch der DEPV zusammen mit geschulten Heizungsbauern, Schornsteinfegern und Pellethändlern bereits eine weitgehende Aufklärung der Heizungsbetreiber über den sicheren Umgang mit Pelletlagern betrieben hat.”

Durch die beim Pressvorgang entstehenden Druck- und Temperaturverhältnisse kann die Holzpelletierung zu Emissionen verschiedener Gase wie Kohlenmonoxid führen. Auch wenn Pelletslager in der Praxis fast immer eine Luftzufuhr aufweisen, kann ein Risiko entstehen. Die Sicherheitsregeln im Umgang mit Pelletslagern sind laut DEPV mittlerweile beim Großteil der Heizungsbetreiber bekannt. Auf fast zwei Drittel der Pelletslager in Deutschland sind Aufkleber mit Sicherheitshinweisen angebracht worden. “Ein erhöhtes Risiko wie auch die bislang bekannten Unfälle sind vor allem dort aufgetreten, wo große Mengen an Pellets gelagert werden oder wo eine Fehlfunktion der Heizung mit Rückströmung der Rauchgase erfolgt ist”, sagt Bentele.

Aufkleber klärt auf

Die Aufkleber weisen auf die wichtigsten Maßnahmen hin, wozu vor allem eine ausreichemde Belüftung vor dem Betreten des Lagers gehört. Nach entsprechender Frischluftzufuhr ist eine Gefahr durch Kohlenmonoxid auszuschließen. Für die Lager von privaten Heizungsbetreibern vertreibt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) seit 2011 belüftende Deckel für die Stutzen, die eine konstante Luftzufuhr und damit den stetigen Abbau von Kohlenmonoxid bewirken. Die Empfehlungen des Branchenverbandes entsprechen der VDI-Richtlinie 3464 zur sicheren Lagerung von Holzpellets. Heizungsbetreiber und Handwerker können den Sicherheitsflyer mit dem Aufkleber kostenlos über das DEPI beziehen.

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3 Kommentare

  1. Obermayr Alois sagt:

    Wo kann man belüftete Dekel für Pelletslager kaufen

  2. Joachim Berner sagt:

    Hallo Herr Obermayr, Sie können Belüftungsdeckel beim Deutschen Pelletsinstitut unter http://shop.depi.de/shop/kategorie/index/technisches-zubehoer/1 bestellen.

  3. Karin Stifter-bader sagt:

    Höre heute zum1. Mal von diesen Kohlenmonoxid gefahren bei pellets Lagerung.
    Wir haben vor 2 wo 5t pellets für unser Einfamilienhaus bekommen und ich fand den Geruch, den wir ab diesem Zeitpunkt im Keller hatten absolut scheußlich. Immer, wenn ich die kellertür öffnete, roch ich schon etwas. Jetzt hab ich die Tür zum pelletslager angeklebt und ich finde es etwas besser.
    Wir haben ja schon 9x pellets bekommen, aber so wie dieses Jahr hat es noch nie gestunken. Kann das jz auch mit kohlenm zu tun haben (das riecht man ja angeblich nicht).
    Und, weitere Frage: unser einfüllstutzen ist in der Garage – wie kann ich jz lüften? Kann ja diesen speziellen Deckel in der Garage montieren, dann hab ich ja den Geruch in der Garage und die schließt gleich ans Haus an!!!
    Danke f eine Antwort, eine etwas besorgte k.stifter-bader

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