Die Paradigma Deutschland GmbH bietet seit 1988 ökologische Heizsysteme an. Sie war einer der ersten deutschen Systemanbieter, der die Pelletsheiztechnik angeboten hat. Im Gespräch mit Pelletshome.com erklärt Bereichsleiter Marketing/Vertrieb Wendelin Heinzelmann die Gründe.
Herr Heinzelmann, Paradigma hat die Pelletsheiztechnik im Jahr 2000 schon früh in sein Programm aufgenommen. Warum?
Weil wir eine innovative Firma sind und wegen der CO2-Nautralität von Holzpellets. Schließlich handelt es sich bei ihnen um nichts anderes als gespeicherte Sonnenenergie. Sie bieten maximale Schadstoffreduktion bei minimalem Verbrauch für optimale Behaglichkeit. Pellets eignen sich für jedermann, weil sie Komfort bieten.
Bei der Solarwärmetechnik geht Paradigma mit Vakuumröhrenkollektoren und dem Aquasystem, das mit Heizungswasser anstatt einer Glykolmischung im Solarkreislauf arbeitet, einen eigenen Weg. Was bieten Sie in der Pelletsheiztechnik an Besonderheiten?
Wir binden den Pelletskessel ideal in das Heizsystem ein, das heißt wir stimmen ihn optimal auf Speicher, Regelung und Solaranlage ab. Zudem setzen wir die Smart Start-Technologie ein. Sie gewährleistet einen emissionsarmen und energieeffizienten Zündvorgang.
Wir funktioniert sie?
Die Smart Start-Technologie bewertet im Zusammenspiel von Sensortechnik und Reglerfunktionen den aktuellen Betriebszustand des Pelletskessels und wählt den jeweils effizientesten Startvorgang aus. Der Regler unterschieden dabei zum Beispiel zwischen einem vollständigen Kaltstart, einem Warmstart und einem schnellem Warmstart in Abhängigkeit seit der verstrichenen Zeit seit dem letzten Startvorgang. Er regelt entsprechend die Zuführung der Brennstoffmenge sowie die notwendige Verbrennungsluftmenge von Primär- und Sekundärluftgebläse.
Der Großanlagenmarkt gewinnt bei Pelletskesseln an Bedeutung. Wie reagieren Sie darauf?
Wir haben einen Großkessel mit 56 Kilowatt Leistung in unserem Programm. Er ist gut kaskadierbar. Bis zu sechs Kessel lassen sich zusammenschalten. Wir haben Ein- und Zwei- sowie Mehrfamilienhäuser im Fokus. Anlagen mit über 330 Kilowatt Leistung überlassen wir anderen.
Sowohl der Solarwärme- als auch der Pelletsmarkt hatten in den vergangenen Jahren mit Rückschlägen zu kämpfen. Aus denselben Gründen oder lag es an unterschiedliche Ursachen?
Ich muss zuerst einmal sagen, dass der Heizungsmarkt in den vergangenen Jahren nicht sehr stabil gewesen ist. 2001 wurden in Deutschland noch 810.000 Heizungen installiert. 2011 waren es nur 640.000. Im Pellets-Boomjahr 2006 waren es immerhin noch 762.000. Die Nachfrage ist einfach nicht so da. Der Bedarf schon. Schließlich sind von 19 Millionen Heizungen in Deutschland 12 Millionen nicht auf dem neuesten Stand. Ihre Besitzer warten ab, denn die Heizung läuft ja. Aber sie läuft wie ein VW-Käfer. Der braucht 10 Liter bei 33 PS. Moderne Autos und auch moderne Heizungen laufen da viel effizienter und haben gleichzeitig einen deutlich niedrigeren Verbrauch. Hinzukommt die Stop-and-go-Förderpolitik, die die Verbraucher verwirrt.
Was würden Sie sich von der Politik an Maßnahmen wünschen?
Wer seine Heizung ökologisch modernisiert, sollte einen gewissen Betrag steuerlich absetzen können. Daran würde auch der Staat verdienen, wie das Beispiel der Auto-Abwrackprämie zeigt. Da hat er über die Mehrwertsteuer pro Auto mehr eingenommen als er ausbezahlt hat. Gleichzeitig hat er einen Markt angeschoben. Ich denke, das würde auch bei Heizungen funktionieren. In jedem Fall sollte das was der Gesetzgeber macht langfristig sein.
Weitere Informationen:www.paradigma.de
Ein Produkt oder System kann sich nur in der zukunft durchsetzen, wenn der Bezug von Ersatzteilen über das Internet gewährleistet sein wird.
Ein Pelletofen ist mit zunehmenden Alter sehr Störanfällig und benötigt entsprechende originale Ersatzteile. Der freie Zugang zu Ersatzteilen ist für mich in der Zukunft ein u. a.ein entscheidendes Kriterium für und wieder Paradigma / Pelletofen..