„Heizen und Kochen mit Holz liegen im Trend“

Freitag, 10. August 2012 | Autor: Joachim Berner

Holzherde mit zusätzlichen Pelletsbrennern bietet die Lohberger GmbH aus Schalchen in Oberösterreich an. Über die ungewöhnliche Kombination spricht Key-Account-Manager Johann Hinterauer im Interview mit Pelletshome.com.

Mit Holzpellets gleichzeitig kochen und heizen – was ist der besondere Reiz an der Kombination?
Nachdem Kochen und Heizen mit Holz wieder voll im Trend liegen ist es aus Komfortgründen der nächste logische Schritt, den klassischen Festbrennstoff-Herd mit einem automatischen Pelletsbrenner zu kombinieren. So entfällt das manuelle Anheizen. Und eine vorgewärmte Küche am Morgen überzeugt immer mehr Kunden.

Wie funktionieren die Geräte?
Das Pelletsmodul hat eine direkte Verbindung zum Festbrennstoff-Herd. Darüber brennt die Pelletsflamme seitlich in den Scheitholz-Brennraum und ist über die Sichtscheibe dort auch zu sehen. Wird Scheitholz im Pelletsbetrieb eingelegt, wird es automatisch von der Pelletsflamme entzündet. Sobald das Scheitholz ordentlich brennt, stellt sich der Pelletsbrenner ab. Geht das Scheitholz im Brennraum zur Neige, zündet das Gerät wieder den Pelletsbrenner.  Es besteht außerdem die Möglichkeit, Heizzeiten zu programmieren. Somit kann der Kunde sicherstellen, dass es am Morgen oder am Abend nach der Arbeit bereits wohlig warm ist, wenn er die Küche betritt. Und ganz nebenbei steht der Herd schon in den Startlöchern, um das Frühstücksei oder Abendessen zu bereiten.

In welchen Ländern sind Sie damit besonders erfolgreich?
Derzeit haben wir die größte Nachfrage in Deutschland, Frankreich und Österreich. Die Absätze in der Schweiz und in Belgien zeigen ebenfalls deutlich nach oben.

Können diese Geräte auch von Förderprogrammen profitieren?
Leider nicht. Für die Zukunft sollte man sich aber in diese Richtung Gedanken machen, ist doch speziell der Kombiherd ein Musterknabe in Sachen Nachhaltigkeit. Schließlich lässt sich mit ihm der lokale Rohstoff Holz zum Kochen und zum Heizen nützen. Das Gerät kann im Scheitholzbetrieb auch im Falle eines Stromausfalles betrieben werden.

Wer sind die Kunden, die sich für Pelletsheizherde interessieren?
Die typischen Käufer sind Ehepaare im gesetzteren Alter, die größtenteils schon Erfahrung im Heizen und Kochen mit Holz haben. Der zusätzliche Komfortgewinn ist sicher der Hauptgrund, aber auch die Vorteile der Pellets gegenüber Scheitholz beim Einbringen in den Wohnraum. Mit der Einführung des neuen Touch-Bedienpanels Ende des Jahres werden wir verstärkt die jüngere Generation ansprechen. So wird eine App für Smartphones das Ein- und Ausschalten von unterwegs ermöglichen. Da freut man sich, wenn man vom Schlittenfahren in die vorgeheizte Küche zurückkommt und der Glühwein schon duftet.

Sie haben mit dem LC80-Z RUA einen raumluftunabhängigen Scheitholz-Zentralheizungsherd für Passivhäuser vorgestellt. Was ist das Besondere an dem Gerät?
Wir tragen mit dem Gerät den Anforderungen der neuen Generation von dichten Gebäuden Rechnung. Zwar konnten bis dato schon alle unserer Varioline-Herde mit einer externen Verbrennungsluftzufuhr ausgestattet werden. Sie waren jedoch im Gegensatz zu unserem neuen LC80-Z RUA nicht vom Deutschen Institut für Bautechnik geprüft. Wir werden somit ab diesem Herbst der einzige Anbieter auf dem Markt sein, der einen von dem Institut geprüften Herd anbietet.

Welche technischen Eigenschaften zeichnen das Gerät aus?
Technisch ist es so ausgelegt, dass die Strahlungsleistung für den Aufstellungsraum minimiert ist und ein Großteil der Wärme über einen Wärmetauscher der Zentralheizung zugeführt wird. Somit stellen wir sicher, dass die Aufstellungsräume in neuen Gebäuden nicht überhitzt werden, wenn der Herd in Betrieb ist. Als willkommener Nebeneffekt wird die überschüssige Wärme dem Heizungssystem zugeführt und spart dem Besitzer bares Geld indem Wärmepumpe, Öl- oder Gaskessel weniger verbrauchen.

Sie bieten außerdem reine Pelletsöfen an. Warum?
Um unser Sortiment abzurunden. In Zukunft wollen wir hier noch mehr Fuß fassen, weil wir den Pelletsmarkt als Wachstumsmarkt sehen. Mit unserem bestehenden Aqua Insert +P setzen wir auch hier auf ein Kombigerät. Es trifft den Zeitgeist und platziert sich als Ganzhausheizung im Neubau oder aber als Zusatzheizung, um die Öl- und Gasrechnung geringer zu halten.

Weitere Informationen: www.lohberger.com

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3 Kommentare

  1. Dueck sagt:

    Ja im Trend ist es, aber eher auf dem Land, denn In einer Großstatd ist das ein wenig aufwendiger mit dem Holz hacken und besorgen.

  2. [...] OMERAS Raschau ihren vierten Unternehmenszweig geschaffen. Neuer Ansprechpartner im Verkauf wird Johann Hinterauer. Der bisher technische Geschäftsführer, Harald Berger, wird als technischer Leiter im Unternehmen [...]

  3. Krompholz Marion sagt:

    Mich würde interessieren welche Möglichkeiten und Preise es für diesen Herd gibt. Vielleicht kann man einen Katalog einsehen. Ich möchte mir für die Küche einen Kombiofen anschaffen. Holz-Pellets.

    Vielleicht kann ich über E-mail Info bekommen.
    Und wie die Voraussetzungen oder Beschaffenheit des Kamins sein müssen und ob bei Pelletsofen ein extra Rohr im Kamin angebracht werden muss.

    Vielen Dank im Voraus.

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