Wer bei der Walter Bösch GmbH & Co KG nach einer Heizung sucht, kann aus dem Vollen schöpfen. Von Öl- und Gaskesseln über Wärmepumpen bis hin zu Holz- und Solaranlagen bietet das Traditionsunternehmen praktisch das komplette Sortiment an Heiztechniken an. Pelletshome.com sprach mit Gernot Bereuter, Ressortleiter für erneuerbare Energien, über die Chancen der Pelletsheiztechnik?
Herr Bereuter, welchen Stellenwert nehmen Pelletsheizungen bei der Walter Bösch GmbH & Co KG ein?
Der Absatz von Pelletsheizungen hat im österreichischen Markt eine gute Größe erreicht. Sie sind nicht nur im Neubau zu finden, sondern hauptsächlich in der Sanierung. Auch für Kundenklientele in der Gastronomie, Hotelerie und im Wohnbau hat die Bedeutung der Pelletsheizung stark gewonnen. Gemäß dieser Entwicklung haben wir unser Sortiment auf diese Anforderungen ausgerichtet.
Gernot Bereuter
Welchen Anteil an ihrem Umsatz erwirtschaften Sie mit der Pelletsheiztechnik?
Unser Umsatz mit erneuerbaren Energien lag im vergangenen Jahr bei über 15 Millionen Euro. Die Pelletsheiztechnik trägt mit fast 3,5 Millionen dazu bei.
Wie läuft das Pelletsgeschäft in Ihrem Unternehmen ab? Besitzen Sie eine eigene Abteilung dafür mit speziellen Verkaufsberatern?
Wir unterstützen unsere Vertriebsmitarbeiter bei der Planung, Angebotslegung und Projektabwicklung von Lustenau aus, wo wir eine eigene Abteilung für den Bereich Erneuerbare Energie haben. Somit können wir unseren Kunden jeweils die passende Anlagenlösung beziehungsweise eine kompetente Ausarbeitung bieten.
Worin sehen Sie den größten Vorteil von Pelletsheizungen gegenüber anderen Heiztechnologien in Ihrem Sortiment, worin den größten Nachteil?
Das Umweltbewusstsein der Endkunden ist stärker ausgeprägt als in den Jahren zuvor. Somit ist die Pelletsheizung im Bereich Erneuerbares Heizen eine gute Alternative. Wichtig wird es sein, auch eine gewisse Betriebskostenersparnis erhalten zu können, damit Heizen mit Pellets attraktiv bleibt. Auch die Förderung trägt natürlich das Ihre zur Wirtschaftlichkeit von Pelletsheizungen bei.
Bösch bietet sowohl Pelletskessel als auch Pelletsöfen an. Worin unterscheiden sich die jeweiligen Käufergruppen?
Im Kellerbereich handelt es sich immer um eine Zentralheizung. Als solche werden zum Teil zwar auch schon Pelletsöfen eingesetzt. Aber die Luft-Pelletsöfen sind in vielen Fällen als dekoratives Zusatzheizgerät zu sehen, was dem Endkunden in den Zwischenheizzeiten eine angenehme Heizmöglichkeit bietet.
Wird sich der Pelletsofen mit Wärmetauscher im Wohnzimmer als Alleinheizung im Markt durchsetzen?
Im Wohnraum aufgestellte wassergeführte Pelletsöfen haben wegen des verringerten Leistungsbedarfs in den Häusern eine immer stärkere Rolle gespielt. Dieser Trend hat sich in den vergangenen zwei Jahren verstärkt. Dazu hat die geänderte Baukultur das Ihre beigetragen.
Seit Juli 2011 wickelt Bösch die Vertriebs- und Kundendienstaktivitäten des Pelletsofenherstellers Calimax ab. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und warum?
Wir haben die Exklusivität dieser Geräte erhalten. Mit dieser Kooperation haben wir die Möglichkeit ein neues Kundenklientel zu erreichen. Dafür haben wir ein eigenes Vertriebspersonal eingestellt. Auch mit unserem Kundendienst im Hintergrund können wir neue Partnerschaften und somit zusätzliche Umsätze für das Unternehmen erzielen.
Welche technischen Entwicklungen erwarten Sie in der näheren Zukunft in der Pelletsheiztechnik?
Die Kesselentwicklungen sind schon sehr fortgeschritten. Ich denke bei den Regelungen wird sich noch etwas tun hin zu einer verbesserten Bedienungsfreundlichkeit, Stichwort: Fernwartung und einfache Menüführung.
Wie beurteilen Sie die langfristigen Chancen des Pelletsmarktes in Österreich?
Ich glaube der Pelletskesselmarkt wird sein Niveau bei gleich bleibenden Rahmenbedingungen halten können. Komplette, abgestimmte und effiziente Heizsysteme wie unsere EMMA-Anlagen werden eine noch stärkere Bedeutung haben.
Wo sehen Sie Defizite in der Pelletsbranche?
Die Stärke der Lobby für das Thema Heizen mit Pellets ist gegenüber dem fossilen Bereich mehr als gering. Ich denke ein einheitliches und stabiles Fördersystem österreichweit würde dem Markt eine verbesserte Stabilität ermöglichen.
Weitere Inforamtionen: http://www.boesch.at