RWE Innogy, Tochterunternehmen des Energieriesen RWE, hat am 25. März 2010 mit dem Bau seines Pelletswerks in Waycross im Süden des US-Bundesstaates Georgia begonnen. Die Produktionsstätte wird mit einer Kapazität von 750.000 Tonnen zur größten der Welt werden.Dafür braucht sie jährlich 1,5 Millionen Tonnen Frischholz. RWE investiert nach eigenen Angaben 120 Millionen Euro in das Werk, das Holzpellets für RWE-Kraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Italien herstellen soll. „Georgia verfügt über einen selbst für amerikanische Verhältnisse immensen Holzreichtum, der nachhaltig bewirtschaftet wird. Trotz des Transportes der Pellets nach Europa ist die CO2-Bilanz ausgesprochen positiv. Damit können wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, begründet RWE Innogy-Geschäftsführer Hans Bünting die Investition.

Gemeinsam mit dem Gouverneur von Georgia feierte RWE Innogy den ersten Spatenstich für sein neues Pelletswerk in dem US-Bundesstaat. Foto: RWE Innogy
RWE will die in Georgia produzierten Holzpellets zunächst in den bestehenden Kraftwerken der Amercentrale in den Niederlanden verfeuern. Sie ersetzen bereits heute bis zu 30 Prozent der ansonsten verfeuerten Steinkohle mit Biomasse. Das beträchtliche Biomasse-Volumen aus Georgia wird laut RWE Innogy dazu beitragen, das Cofiring mittelfristig auf bis zu 50 Prozent auszuweiten. Die beiden Amercentrale-Kraftwerksblöcke gehören der von RWE übernommenen Essent und besitzen insgesamt eine elektrische Leistung von 1.245 Megawatt sowie von 600 Megawatt thermisch. Sie erzeugen Strom für umgerechnet drei Millionen Haushalte. Die Bauarbeiten in Waycross werden voraussichtlich 15 Monate dauern. Die ersten Pellets will RWE Innogy im dritten Quartal 2011 produzieren.