Richtig heizen mit Holz
Damit es beim Heizen mit Holz ordentlich brennt und nicht raucht, bracht es neben moderner Technik den richtigen Umgang mit Brennstoff und Ofen.
Geprüftes Heizen mit Holz
Moderne Einzelraumfeuerstätten, die nach 2010 zugelassen wurden und seitdem verkauft werden, entsprechen den hohen Anforderungen der Bundesimmissionsschutzverordnung. Bevor sie zugelassen werden, müssen die Modelle einer Typprüfung unterzogen werden. Auf einem unabhängigen Prüfstand wird gemessen, ob sie die Emissionsgrenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid sowie den vorgeschriebenen Mindestwirkungsgrad einhalten. “Hierdurch sind die technischen Voraussetzungen für ein umweltgerechtes Heizen mit Holz gegeben”, schreibt der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik und ergänzt, dass neben der Technik das Anwenderverhalten ausschlaggebend sei. Hierzu gehöre die Wahl des Brennstoffes, das richtige Anzünden, die Einstellung der Luftzufuhr während der gesamten Verbrennung und das Nachlegen des Brennstoffes.
Auf den Brennstoff achten
Frisch geschlagenes Holz ist grundsätzlich sehr feucht. Wird es ohne vorherige Trocknung eingesetzt, kommt es zu einer unvollständigen Verbrennung, bei der nicht nur die Energieausbeute gering ist, sondern auch Schadstoffe freigesetzt werden. Wer frisches Holz bezieht, muss die Scheite so lange lagern, bis sie die vom Gesetzgeber festgelegte maximale Restfeuchte von 25 Prozent erreicht haben. Je trockener, desto besser: Die optimale Restfeuchte liegt bei unter 20 Prozent. Alternativ bieten sich Holzbriketts aus gepressten Sägespänen an. Bei diesem genormten Brennstoff sind Lagerung und Verwendung besonders einfach. Egal, um welches Holz es sich handelt – es muss grundsätzlich unbehandelt sein. Lackiertes, imprägniertes oder beschichtetes Holz sowie Spanplatten, Kunststoff oder Abfälle jeglicher Art gehören nicht in das Feuer, sondern müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Das Verbrennen dieser Stoffe ist streng verboten.
Feuer richtig anzünden
Holz im Ofen lässt sich auf zwei Arten anzünden: Bei rostlosen Feuerungen empfiehlt sich das Anzünden der Scheite von oben, bei Geräten mit Bodenrost kann das Holz auch von unten entflammt werden. In beiden Fällen sollten Sie zu handelsüblichen Anzündwürfeln, Anmachhölzern und zwei bis drei Holzscheiten greifen.In der Anzündphase benötigt das Feuer viel Sauerstoff. Die Luftzufuhr ist deshalb maximal zu öffnen. Angaben zur optimalen Methoden und eine genaue Beschreibung finden sich in der Bedienungsanleitung des Geräteherstellers und auf der Informationsseite www.ratgeber-ofen.de.
Rechtzeitig Brennstoff nachlegen
Ist die gesamte Holzmenge entfacht, können Sie die Luftzufuhr reduzieren. Hat sich ein Glutbett gebildet, können Sie größere Scheite oder Holzbriketts nachlegen. Sobald daraus Flammen züngeln, reduzieren Sie die Luftzufuhr, um ein emissionsarmes und sparsames Abbrennen zu gewährleisten. Während zu wenig Luft zu einer unvollständigen Verbrennung führt, kann zu viel Luft die Temperatur im Feuerraum zu stark erhöhen. Jede dieser Fehlbedienungen reduziert den Wirkungsgrad und führt zu erhöhten Emissionen. Dem können Sie mit einer Abbrandsteuerung entgegenwirken. Sie reguliert die Luftzufuhr automatisch.
Glut halten über Nacht braucht’s nicht
Endet der Abend, sollten Sie nicht mehr nachlegen, sondern stattdessen die Luftzufuhr für eine vollständige Verbrennung weit öffnen. Als Holz- und Kohleöfen früher die einzige Wärmequelle waren, wurden große Scheite oder Briketts für die Nacht in den Brennraum gelegt und die Luftzufuhr gedrosselt. Mit der Folge, dass der Brennstoff sehr langsam herunterbrannte beziehungsweise verglühte. Doch bei einem solchen Schwelbrand entstehen hohe Emissionen und Ruß. Heute gilt: Glut halten über Nacht braucht’s nicht.