Heizen mit erneuerbaren Energien: BAFA-Monatsstatistik Dezember 2020

Dienstag, 26. Januar 2021 | Autor: Joachim Berner

BAFA-Monatsstatistik Dezember 2020 BAFA-Monatsstatistik Dezember 2020 Die BAFA-Monatsstatistik Dezember 2020 zur Förderung ökologischer Heizungen hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlicht. Demnach ist die Zahl beantragter Wärmerzeuger gegenüber dem Vormonat um 265 Prozent auf 76.568 gestiegen.

BAFA-Monatsstatistik Dezember 2020

Im Dezember 2000 gingen 16.264 Anträge auf Förderung einer Biomasseheizung im Marktanreizprogramm beim BAFA ein. Das sind 194 Prozent mehr als im Vormonat. Für die Förderung einer Solarthermieanlage hat das BAFA 6.917 Anträge erhalten. Im Vormonat waren es 150 Prozent weniger. Außerdem sind 48.496 Anträge für einen Zuschuss zur Installation einer Wärmepumpe eingegangen – 383 Prozent mehr als im November 2020.

Den immensen Anstieg der Anträge führt Katja Weinhold vom Bundesverband Wärmepumpe darauf zurück, dass sich die Förderbedingungen für Wärmepumpen im Neubau zu Beginn des Jahres verschlechtert haben. “Deshalb wurden im Dezember für Neubauprojekte kurz vor Schluss der alten Bedingungen noch jede Menge Anträge gestellt”, erklärt die Presssprecherin. Auch Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, sieht die hohen Antragszahlen für Dezember in Vorzieheffekte wegen der BEG-Umstellung begründet. Als weiteren Grund nennt Anna Katharina Sievers, Kommunikationsleiterin des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands, Gerüchte, 2021 könnten die Fördersätze gesenkt werden. Dabei seien sie zum Teil sogar erhöht worden.

Auch Gasheizungen unterstützt das Förderprogramm zum Heizen mit erneuerbaren Energien – wenn sie als Hybridheizungen kombiniert mit einer Biomasse-, Solar- oder Wärmepumpenanlage funktionieren oder als Brennwertheizungen spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen (“Renewable Ready”). Die BAFA-Monatsstatistik Dezember 2020 führt 4.891 solcher Anträge auf (plus 153 Prozent).

Seit Januar 2021 gilt die Bundesförderung für effiziente Gebäude

Ab 2021 gilt in Deutschland die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Sie integriert mehrere Förderprogramme von BAFA und KfW. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können sich künftig mit nur einem Antrag um praktisch alle für sie in Frage kommenden Förderangebote bewerben. Außerdem verbessert die BEG die finanzielle Unterstützung energetischer Sanierungen. Vorerst gilt sie nur für Zuschüsse bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen. Wer eine Maßnahme aus einem geförderten individuellen Sanierungsfahrplan umsetzt, erhält künftig fünf Prozentpunkte mehr Zuschuss. Bei neuen Biomasseheizungen steigt somit die Förderquote auf bis zu 50 Prozent der Kosten, bei Dämmmaßnahmen, neuen Fenstern und Lüftungsanlagen erhöht sich der Zuschuss auf bis zu 25 Prozent. Mitte 2021 soll die Förderung von Gesamtsanierungen auf das neue System umgestellt werden.

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