Greenpeace-Recherche zeigt, wie die Stiftung Familienunternehmen Klimaschutz und Steuergerechtigkeit verhindert

Montag, 29. September 2025 | Autor: Joachim Berner

Hinter der Stiftung Familienunternehmen stecken Großunternehmen, Konzerne und Superreiche. Sie arbeitet gegen gerechte Besteuerung und Fortschritte beim Klimaschutz, wie eine Greenpeace-Recherche enthüllt.

Stiftung Familienunternehmen vertritt Großunternehmen und Konzerne

Erstmals macht Greenpeace 258 Unternehmen und Familiendynastien hinter der verschlossenen Stiftung Familienunternehmen öffentlich. Sie belegt, wie das Stiftungs-Netzwerk um Unternehmen wie BMW, den Handelskonzern Schwarz Gruppe oder die Unternehmensgruppe Theo Müller seine Lobbymacht gegen die Besteuerung großer Vermögen und gegen Klima- und Umweltschutzvorgaben für große Unternehmen durchsetzt. „Die Stiftung Familienunternehmen ist ein mächtiger Blockierer für gesellschaftlichen und ökologischen Fortschritt in Deutschland“, sagt Greenpeace-Wirtschaftsexperte Bastian Neuwirth. Sie verlange zum Beispiel, dass Nachhaltigkeitsrichtlinien abgeschafft werden. Der Recherche zufolge sind besonders klimaschädliche Branchen im zugeordneten Netzwerk der Stiftung Familienunternehmen mit knapp 90 Prozent deutlich überrepräsentiert sind. Greenpeace fordert, Superreiche als maßgebliche Verursacher der Klimakrise über eine Milliardärssteuer an den Kosten der ökologischen Modernisierung zu beteiligen.

Wen die Stiftung Familienunternehmen repräsentiert

„Die Stiftung inszeniert sich als Vertreterin des breiten Mittelstands, in Wahrheit aber versammeln sich hier Superreiche und multinationale Konzerne wie BMW oder der Handelsgigant Lidl, um ihre klimaschädlichen Geschäftsmodelle zu schützen und Steuern auf ihre Milliardenvermögen zu verhindern“, erklärt Neuwirth. Die Recherchen zeigen, dass es sich bei den von Greenpeace zugeordneten Unternehmen fast ausschließlich um Großunternehmen und Konzerne handelt, deren Jahresumsätze 50 Millionen Euro überschreiten und bis zu dreistelligen Milliardenbeträgen reichen. In Deutschland setzen lediglich ein Prozent aller Unternehmen mehr als 50 Millionen Euro pro Jahr um. Weiterhin stehen hinter den von Greenpeace der Stiftung zugeordneten Unternehmen laut Recherche Familiendynastien mit enormen Vermögen. Bei drei Viertel übersteigt es 100 Millionen Euro, bei mindestens 80 handelt es sich um Milliardärsfamilien, wie den BMW-Hauptaktionären der Familien Klatten und Quandt oder der Familie Merck hinter dem gleichnamigen Chemie- und Pharmakonzern.

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