Gebäudereport 2025
Der Gebäudereport 2025 zeigt, dass die Schwäche im Neubau die Baubranche belastet, mehr Sanierungstätigkeit könnte helfen.
Gebäudereport 2025: Bau- und Heizungswirtschaft in Zahlen
Die Bauwirtschaft in Deutschland steckt weiter in einer schwierigen Lage: weniger Genehmigungen, sinkende Fertigstellungen, rückläufiger Absatz bei Fenstern und Dämmmaterialien sowie steigende Kosten. Dies zeigt das zweite Update des Gebäudereport 2025 der Deutschen Energie-Agentur (Dena), das aktuelle Daten zu Baukosten, Baustoffen, Gebäudebestand und Wärmeerzeugern enthält. Demnach ist 2024 die Zahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude im dritten Jahr in Folge gesunken. Dena-Geschäftsführerin Corinna Enders weist daher auf die Bedeutung einer klimafreundlichen Sanierung des großen Gebäudebestands hin: „Sie kann der Bauwirtschaft neuen Schub geben und regionale Wertschöpfung stärken.“ Dafür fordert sie eine verlässliche Förderkulisse für Sanierungen.
Neubau: Nur noch wenige wollen mit Gas heizen
Auch bei der energetischen Modernisierung setzte sich der Abwärtstrend fort: Der Absatz von Wärmedämm-Verbundsystemen sinkt seit 2022, der Fenstermarkt schrumpft seit 2021. Parallel stiegen als Teil von inflationsgetriebener allgemeiner Preissteigerung die veranschlagten Baukosten bei Neubauten pro Quadratmeter Wohnfläche. In Folge der Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz, allgemeiner Verunsicherung und abwartender Haltung bei Wohnungs- und Hausbesitzenden brach im vergangenen Jahr außerdem der Heizungsmarkt 2024 ein. Es wurden weniger Gasheizungen und Wärmepumpen verkauft. Aus Sicht des Klimaschutzes geben die Zahlen eine positive Meldung her, denn Gasheizungen verlieren im Neubau rapide an Bedeutung. Bei den genehmigten Projekten liegt ihr Anteil bei nur noch vier Prozent. Dagegen steht in sechs von zehn Neubauten eine Wärmepumpe.