Energieberatende finden GEG größtenteils gut
Energieberatende beurteilen das Gebäudeenergiegesetz mehrheitlich als gut, erwarten von der Förderpolitik aber Kontinuität und Vereinfachung.
GEG kommt bei der Energieberatung gut an
Mehr als die Hälfte der Energieberatenden beurteilen das Gebäudeenergiegesetz (GEG) als gut oder besser. Besonders positiv fällt die Bewertung bei vollzeittätigen Energieberatenden aus. Das sind die Ergebnisse einer Marktuntersuchung von Sirius Campus unter Mitgliedern des Energieberaterverbands GIH, des Deutschen Energieberater-Netzwerks und des Zentralverbands Deutscher Schornsteinfeger. Unterschiede zwischen Vollzeitberatenden und anderen Gruppen zeigen sich auch beim §71 des Gesetzes, der die detaillierten Anforderungen an Heizungsanlagen regelt. Die überwiegende Mehrheit der Vollzeitberater ist von den jetzigen Regeln überzeugt. Über alle Gruppen hinweg sind aber 31 Prozent für eine geringe und weitere 18 Prozent für eine deutliche Reduktion der Anforderungen für neue Heizsysteme.
Energieberatende wünschen verständliche Regeln
Bei den Verbesserungswünschen zum GEG stehen Vereinfachung und Verständlichkeit der Regelungen im Mittelpunkt. Dazu gehören ein übersichtlicher Aufbau mit klaren Strukturen sowie eine einfache Sprache für Praktiker und Immobilienbesitzer. Auf dem Wunschzettel stehen auch mehr Flexibilität beziehungsweise Ausnahmen zu den Regeln wie mehr Technologieoffenheit und Kombinierbarkeit von Maßnahmen. Häufiger wird auch eine gezielte und höhere Förderung einzelner Gewerke vorgeschlagen, wie für die Sanierungen der Gebäudehülle oder des Daches. “Wir sollten versuchen, bei der Überarbeitung des GEG die Anforderungen noch zu vereinfachen”, erklärt GIH Geshäftsführer Benjamin Weismann. Das sei notwendig, um Energieberatende, die vor allem in anderen Bereichen arbeiten, zum Beispiel als Statiker, oder die einen Handwerksbetrieb führen, von der Energieberatung und Baubegleitung nicht durch zu komplizierte gesetzliche und fördertechnische Regelungen abzuschrecken.