Wärmerückgewinnung im Gartenbaubetrieb
Die fleischfressenden Pflanzen, die der Gartenbaubetrieb Weilbrenner in Freinsheim zieht, benötigen konstante Temperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius. Eine 800-Kilowatt-Hackgutheizung und eine Wärmerückgewinnung liefern sie.
Wärmerückgewinnung nutzt Abgasenergie aus Hackgutkessel
Seit 2023 setzt Familie Weilbrenner für ihre 5.500 Quadratmeter große Gewächshausfläche auf Hackgut aus der Region und eine möglichst energiesparende, umweltschonende Wärmeerzeugung. So steht der Heizkessel beispielsweise in einem Gewächshaus, um seine Abwärme direkt nutzen zu können. Neben ihm befindet sich der Wärmetauscher Turbu Flex S der Firma Schräder in der Ausführung Therm Tube 900 Condens. Er entzieht dem Abgas aus dem Holzkessel die latente Wärme und führt sie dem Heizungsrücklauf zu. Mit einer Temperaturerhöhung von fünf bis zehn Grad Celsius erzielt die Komponente eine hohe Energieeinsparung. Die Wärmerückgewinnung liefert im Nennbetrieb des Kessels eine Wasserleistung von 50 Kilowatt. Somit können bei einer angenommenen Kessellaufzeit von 2.000 Betriebsstunden pro Jahr rund 100 Megawattstunden eingespart werden.
Wärmetauscher Turbu Flex S
So funktioniert die Wärmerückgewinnung
Im Innern des aus Edelstahl hergestellten und 900 Millimeter langen Wärmetauschers befinden sich neun Rohrschlangen und eine Leitblecheinheit. Die heißen Abgase strömen ein und werden durch mehrere Leitbleche so umgelenkt, dass die Rohrschlangen möglichst viel Wärme aufnehmen. Dabei kühlt das Abgas bis zur Kondensation ab. Die Leitbleche erzeugen dabei eine turbulente Abgasströmung, die den Wärmeübergang ins Heizungswasser deutlich verbessert. Ein Wasser-Abreinigung-System und eine Sicherheitseinrichtung ergänzen den kondensierenden Abgaswärmetauscher.