Frachtsegler Grain de Sail II
Der Frachtsegler Grain de Sail II schippert umweltfreundlich Güter über den Atlantik. Das ist schon etwas besonderes, aber noch nicht alles: Eine Pelletsheizung wärmt die neunköpfige Crew bei der 5.500 Kilometer langen Überfahrt.
Pelletskessel in Frachtsegler sorgt dafür, dass Crew nicht frieren muss
Der Frachtsegler Grain de Sail II verkörpert eine neue Ära der umweltfreundlichen Transatlantiktransporte. Zwischen New York und Saint-Malo soll das 52 Meter lange Schiff monatlich bis zu 350 Tonnen Kaffee, Kakao und andere nachhaltige Güter verteilt auf 290 Europaletten transportieren. Ende April hat er seine Jungfernfahrt bestanden. Nun soll es zweiwöchig umweltfreundlich Fracht zwischen den USA und Frankreich befördern. Mit an Bord: ein Pelletskessel des österreichischen Herstellers Ökofen. “Unsere Pelletsheizung markiert einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Seefracht. Wir freuen uns, das Projekt mit Knowhow aus Österreich unterstützen zu können”, sagt Ökofen-Geschäftsführer Stefan Ortner.
Pelletskessel wärmt Segelcrew
Start zum umweltfreundlichen Schiffstransport
Die Grain de Sail II sei mehr als nur ein Transportschiff, sie sei ein Symbol für die Transformation fossiler Transportsysteme auf erneuerbare Energien, wirbt die Betreibergesellschaft Grain de Sail. Den 44 und 48 Meter hohen Zweimaster bezeichnet sie als Leuchtturmprojekt sauberer Langstreckenlogistik, denn er spart auf seinem Weg 97 Prozent an Emissionen. “Uns war sofort klar, dass wir bei dieser Pionierleistung dabei sein wollen. Wenn wir möchten, dass die Klimakrise nicht zur Klimakatastrophe wird, dann müssen wir an allen Stellschrauben drehen, die uns zur Verfügung stehen”, erklärt Ortner. Eines ist sicher: Mit einer monatlichen Reisedistanz von 11.000 Kilometern und über 100.000 Kilometern im Jahr wird die Pelletsheizung sicherlich zur meistgereisten der Welt werden.