Ab 2019 will das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) keine Förderzuschüsse mehr für fossile Heizkessel zahlen. Hybridsysteme, die erneuerbare Energien einbeziehen, sollen weiter gefördert werden.
Bis 2020 soll neue Förderstrategie umgesetzt sein
Der Förderstopp für Gas- und Ölheizungen, auch wenn es sich um Brennwertgeräte handelt, ist Teil der neuen Förderstrategie “Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien”, die das BMWi Mitte Mai vorgestellt hat. Mit ihr organisiert das Ministerium seine Förderprogramme für Energieeffizienz neu. Ab 2020 soll es vier Förderschwerpunkte geben: Energieberatung, energieeffiziente Gebäude, Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe sowie Wärmeinfrastruktur. “Alle Förderangebote werden als modular aufeinander aufbauende Bausteine in diesen vier Förderschwerpunkten gebündelt”, erklärt Staatssekretär Rainer Baake. Eine Konsequenz der neuen Förderstrategie: Das Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren werden zusammengefasst.
Künftig soll es nur noch eine Anlaufstelle geben
Mit der neuen Förderstrategie will das BMWI nach eigenen Aussagen die Programme künftig unbürokratisch und klar strukturiert gestalten, unter anderem indem die Förderbausteine kombinierbar aufgebaut sind. Danach gibt es Förderungen für den Einstieg in Energiesparmaßnahmen, ebenso wie für ganzheitliche, umfassende Sanierungsmaßnahmen. Je ambitionierter die Investition, desto attraktiver soll die Förderung ausfallen. Außerdem sollen sich Interessierte künftig nur noch an eine Stelle wenden können – egal, welche Förderung sie beantragen wollen. Auf diese Weise sollen die Förderangebote leichter gefunden werden können und der Zugang zur Förderung erleichtert werden. Die neue Kontaktstelle bündelt alle relevanten Informationen und begleitet interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Schrittweise von der Erstinformation bis zur Umsetzung einer Fördermaßnahme.