Gebäudeprogramm Schweiz
Mit dem Gebäudeprogramm fördert die Schweiz unter anderem Heizungsmodernisierungen. Im vergangenen Jahr haben die Kantone so viel ausgezahlt wie noch nie.
Gebäudeprogramm: Zahl an Heizungsmodernisierungen stieg um 75 Prozent
Die Schweizer:innen haben im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie fleißig saniert und gebaut. Das zeigen die Jahreszahlen aus dem Jahresbericht zum Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen: 299 Millionen Schweizer Franken (273 Millionen Euro) haben die regionalen Verwaltungen an Sanierungs- und Neubauprojekte ausgezahlt – 13 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem an ihre alte Heizungen haben die Schweizer:innen gedacht. Das Fördervolumen für die Heizungsmodernisierung stieg um 75 Prozent auf 62 Millionen Franken. Heizsysteme mit erneuerbarer Energie ersetzten 7.155 fossile Anlagen. Am häufigsten überzeugte eine Wärmepumpe (78 Prozent, Wärmenetzanschluss: zwölf Prozent, Holzfeuerung: neun Prozent).
Kantone entscheiden selbständig über Förderhöhe
Vor Heizungssanierungen machten den größten Anteil am Gebäudeprogramm Wärmedämmprojekte mit 119 Millionen Franken aus. An zweiter Stelle folgten mit 72 Millionen Franken Systemsanierungen, wobei eine umfassende Sanierung der Gebäudehülle laut dem Bundesamt für Energie häufig mit einem Heizsystemwechsel einhergeht. Haustechnikprojekte, darunter fallen Heizungswechsel, Solar- und Lüftungsanlagen, wurden mit 62 Millionen Franken gefördert. Das Gebäudeprogramm wird über Mittel aus der CO2-Abgabe und aus Fördergeldern der Kantone finanziert und läuft unbefristet. Die Kantone legen selbst fest, welche Maßnahmen sie zu welchen Bedingungen fördern.