Abbrandsteuerung bequem bedienen
Wer eine Ofenheizung plant, sollte auf eine Abbrandsteuerung sowie einen Partikelabscheider und Solarthermie achten. Dazu rät der Verband Privater Bauherren.
Abbrandsteuerung senkt Emissionen
Auf dem Weg zur neuen Ökodesign-Richtlinie der EU wird unter anderem diskutiert, eine Abbrandsteuerung als verpflichtendes Ausstattungsmerkmal für Festbrennstofföfen vorzusehen. Sie überprüfen und regeln kontinuierlich den Verbrennungsprozess. So müssen Nutzer nicht ständig mithilfe der Luftklappen manuell nachjustieren. „Stattdessen messen Sensoren die Temperatur und Abgaszusammensetzung und passen daraufhin die Luftzufuhr an“, erläutert der Bausachverständige Carsten Clobes, der das Regionalbüro Kassel des Verbands Privater Bauherren (VPB) leitet. Dadurch verbrennt das Holz nahezu vollständig, was Kohlenmonoxid- und Feinstaubemissionen deutlich reduziert und den Wirkungsgrad verbessert. In den vergangenen Jahren sind die modernen Regelungen in den Fokus geraten, weil Städte und Kommunen strengere Luftreinhaltepläne umsetzen. Zusätzlich animieren Förderprogramme und angedachte neue Ökodesign-Richtlinien Hersteller und Handwerker dazu, sie einzusetzen.
Ofenheizungen lassen sich gut mit Solarthermie kombinieren
„Eine Abbrandsteuerung ist ein Element, das Emissionen reduziert, weil sie den Verbrennungsprozess optimiert“, erläutert Clobes. „Allein reicht sie aber nicht immer aus, um alle Schadstoffe auf das gewünschte Minimum zu senken.“ Hierfür sei manchmal ein nachgeschalteter Katalysator oder Elektrofilter nötig. Wer eine Ofenheizung plant, sollte gemeinsam mit einem Sachverständigen das gesamte System betrachten, über die Abbrandsteuerung hinaus also auch die Nachverbrennung und die Partikelabscheidung. „Heizung und Dämmung sollte man im Ganzen betrachten, um zu optimalen Ergebnissen zu kommen, bei denen Hausbesitzer ihre Heizkosten senken und Emissionen reduzieren“, betont Clobes. Das gehöre es auch, dass sich Ofenheizungen in der Regel gut mit Solarthermie kombinieren lassen würden.