Erste Stromproduzierende Pelletsheizung im Bezirk Schärding in Betrieb

Montag, 16. September 2013 | Autor: pelletshome

ÖkoFEN mit Sitz in Niederkappel Oberösterreich zählt zu den innovativsten Unternehmen in der Heizungsbranche. Jetzt wurde die erste stromproduzierende Pelletsheizung mit Stirlingmotor im Bezirk Schärding in Betrieb genommen. Die Biogärtnerei „Klarlbau z´Blindendorf“ in der ehemaligen Stiftsgärtnerei Engelhartszell setzt damit auch bei der Heizung auf „Bio“ und betreibt damit die erste reine Biotrocknungsanlage für Biosaatgut in Österreich.

Biogärtnerei in Engelhartszell setzt auf Lebensmittel ohne Gentechnik

Der „Klarlbau z`Blindendorf“ setzt auf die Herstellung von biologischem Getreide, Obst und Gemüse sowie auf eine eigene Bio-Nudelerzeugung. Die ca. 400 m² große adaptierte Lagerhalle mit Fußbodenheizung wird nun mit einer Pelletsanlage mit einer Leistung von 14 Kilowatt beheizt. Diese Technologie versorgt auch die Biotrocknungsanlage, mit der Bionudeln und Biosaatgut hergestellt sowie Chilifrüchte und Gemüse schonend getrocknet werden. Zusätzlich wurden eine thermische Solaranlage mit 20 m² Fläche sowie insgesamt 2.600 Liter Pufferspeicher in das Heizsystem eingebunden, um neben der Versorgung des Gebäudes auch das benötigte Warm- und Frischwasser umweltfreundlich zu bereiten.

Neben Preiseinsparung auch Umweltschutz

„Mit der Trocknung von Bio-Saatgut und der eigenen Bionudelherstellung folgen wir unserem Credo „Klasse statt Masse“. So haben wir uns für die ÖkoFEN-Heizung entschieden, mit der wir nicht nur Heizkosten sparen, sondern damit einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten.“, so Biogärtnereibetreiber Walter Stockenhuber.

Strom erzeugende Pelletsheizung erzeugt 1 Kilowatt elektrische Leistung

Die Pellematic Smart_e, wie die stromproduzierende Pelletsheizung bei ÖkoFEN getauft wurde, nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Der Stirlingmotor ist zusammen mit dem serienmäßig integrierten Pellets-Brennwertmodul in einem Schichtspeicher mit 600 Liter Volumen eingebaut. Das System produziert 14 Kilowatt Wärme und 1 Kilowatt elektrischen Strom. „Die Anlagen laufen überaus erfolgreich. Daher haben wir für heuer noch 20 weitere Feldtestanlagen geplant.“, zeigt sich ÖkoFEN Geschäftsführer Stefan Ortner erfreut.

Optimale Reinigung für optimierte Laufzeit

Um die langfristige Funktion des Stirlingmotors sicherzustellen, entwickelten die ÖkoFEN Ingenieure eine eigene, vollautomatische Reinigungseinrichtung für den Erhitzerkopf des Stirlingmotors. In der ersten Feldtestanlage in einem Gewerbebetrieb dient das Puffervolumen von 2.600 Litern  für die Optimierung der Laufzeiten des Systems und zur besseren Energieausnutzung. Ein Großteil des Strombedarfs der Lagerhalle wird mit der Strom erzeugenden Pelletsheizung abgedeckt, der überschüssige Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Zukunftsmarkt Stromerzeugung im Eigenheim

Immer mehr Endkunden wünschen sich Energieautarkie, das heißt Unabhängigkeit und vor allem die Möglichkeit, Strom selbst zu produzieren. Die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung auch im kleinen Leistungsbereich liegt voll im Trend. Viele Hersteller bieten bereits Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme an, bisher jedoch nur basierend auf fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas.

ÖkoFEN sammelt Erfahrungen

ÖkoFEN erzeugt Wärme und Strom mittels typengeprüfter Pelletsheizung und Stirlingmotor. Im bereits 2012 gestarteten Feldtest werden letzte Erfahrungen in der Langzeiterprobung gesammelt, um später in Serie gehen zu können. Die Auswahl der Feldtestkunden erfolgt nach verschiedenen Anforderungen (alleiniger Wärmeerzeuger, Grundlastkessel in Kombination mit einem weiteren Wärmeerzeuger, etc.) um so viele unterschiedliche Erfahrungen wie möglich zu gewinnen. In den nächsten Monaten werden vor allem noch Anlagen in der Nähe zur Firmenzentrale in Niederkappel installiert. Der Feldtest wird in weiterer Folge auf bis zu 30 Anlagen in ganz Österreich ausgeweitet.

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3 Kommentare

  1. [...] diese Entwicklung wird es möglich neben Wärme auch Strom für den eigenen Haushalt zu produzieren. Das Prinzip ist einfach, die technische Lösung aber ist eine große [...]

  2. Benno Gauß sagt:

    Vorab gratuliere ich der Firma für den revolutionären Erfolg und die gebührende Auszeichnung. Ich bedanke mich gleichzeitig dafür, dass endlich ein Heizungssystem entwickelt wurde, das bisher nur größeren Gebäuden vorenthalten war.
    Das Prinzip eines Blockheizkraftwerks hat in mir schon immer ein großes Interesse geweckt, wobei mich der Antrieb des Motors störte, da ich fossilen Brennstoffen den Rücken zeigen möchte. Deshalb war ich stehts auf eine Pelletheizung fixiert, bis ich im Internet die Nachricht fand, dass daran gearbeitet wird, den bekannten Motor mittels Pellets zu betreiben.
    Mein Warten hat sich gelohnt, Sie und Ihre Mitarbeiter haben es geschafft und ich ziehe den Hut.
    Da ich direkt an der österreichischen Grenze wohne, hoffe ich auf einen baldigen Einbau Ihres Heizungssystems und bedauere jeden einzelnenTag, an dem ich unser Haus mit Heizöl noch beheizen muss.
    Ich würde mich sagrisch darüber freuen, wenn ich hierzu ausführliches Info-Material erhalten könnte.
    Macht so weiter, ich bin begeistert!!!!!!

  3. ffasini sagt:

    Frage… Haben sie mittlerweile diese Anlage…wurde dort schon Erfahrung gemacht

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