Erste ENplus-Zertifikate im Pellets-Musterländle verliehen

Freitag, 24. September 2010 | Autor: Joachim Berner

Der Stuttgarter Brennstoffhändler Scharr Wärme GmbH & Co. KG und der Schwarzwälder Pelletsproduzent Biopell GmbH sind jetzt mit dem ENplus-Siegel zertifiziert. Sie sind die ersten Unternehmen in Baden-Württemberg, die das neue Qualitätssiegel für Holzpellets tragen dürfen. Staatssekretär Richard Drautz vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg überreichte die Urkunden am 22. September 2010 an Scharr Wärme und Biopell. Drautz sagte bei der Zertifikatsverleihung: „Neben seinen positiven Auswirkungen für den Klimaschutz muss der Energieträger Holz dem Verbraucher auch eine homogene und hochwertige Qualität bieten. Mit einer geschlossenen Produktkettenzertifizierung überzeugt das ENplus-Zeichen für Holzpellets rundum.“  Der Staatssekretär beglückwünschte die Geschäftsführer Günter Bölle (Scharr Wärme) und Matthias Schindler (Biopell) zur Nutzung des ENplus-Zertifikates und übergab die Urkunden mit den Worten: „Unternehmen, die dem Verbraucher ein Höchstmaß an Qualität anbieten, werden letztlich durch den Markt belohnt.“ Heizen mit Pellets ist in Baden-Württemberg sehr beliebt.

Pellets-Musterländle

Geschäftsführer Scharr Wärme GmbH & Co. KG; Matthias Schindler, Geschäftsführer Biopell GmbH sowie Staatssekretär Richard Drautz. (Quelle: DEPI/AFZ-DerWald)

20 Prozent aller deutschen Pelletsheizungen stehen im drittgrößten deutschen Bundesland.  Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) beziffert die Anzahl der Anlagen auf mehr als 25.000.  Die Anzahl der eingebauten Pelletskessel und -öfen ist in den letzten Jahren stark angestiegen.  Ende 2010 werden es  etwa 140.000 sein.  Auch von den bundesweit rund 1,6 Millionen Tonnen produzierten Holzpresslingen (Prognose 2010) wird nach DEPI-Schätzungen mit 500.000 Tonnen knapp ein Drittel in Baden-Württemberg hergestellt. „Der Südwesten ist beim Thema erneuerbare Energien zur Wärmegewinnung und speziell bei Holzpellets ein Musterländle“, sagte Bentele bei der Überreichung der ersten ENplus-Zertifikate.

ENplus kennzeichnet bessere Pelletsqualität
Damit das Heizen mit Pellets beim Verbraucher weiter an Beliebtheit gewinnt, ist Qualitätsverbesserung für die Branche eine Daueraufgabe. Rechtzeitig zum Inkrafttreten der neuen europäischen Norm für Holzpellets (prEn 14961-2) 2010 hat das DEPI zusammen mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum Leipzig das neue Gütesiegel ENplus entwickelt, das zusätzlich zur Umsetzung der EU-Norm im Pelletswerk erstmals auch den Pelletshandel zertifiziert. „ENplus stellt hohe Anforderungen an das Produkt Holzpellets und zusätzlich an Transport, Lagerung wie auch an die gesamte Logistikkette. Es wird damit zwangsläufig zu einer deutlichen Qualitätssteigerung führen“, erklärt Bentele.

Stimmen der ausgezeichneten Unternehmen
Die Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen zeigten sich überzeugt von der Nutzung des ENplus-Zeichens. Biopell-Geschäftsführer Schindler sagte dazu: „Bei der Herstellung von Pellets hat für das Unternehmen Biopell das Thema Qualität immer schon Vorrang gehabt, sowohl was den Rohstoff angeht als auch beim Produktionsprozess. Mit ENplus können wir dies unseren Abnehmern gegenüber nun auch glaubwürdig darstellen.“ Günter Bölle von Scharr Wärme wies auf die steuernde Wirkung von ENplus hin: „Wenn bei ENplus nun auch der Handel seine Kompetenz beim Umgang mit Holzpellets nachweisen muss, wird das in der Branche zu einer Optimierung der Logistikstrukturen und zu einer Verbesserung der Pelletqualität führen. Hiervon profitieren Handelsunternehmen, die bislang schon Wert auf einen sorgsamen Umgang mit Pellets gelegt haben – aber ebenso der Verbraucher. Der durch das neue Zertifikat entstehende Mehraufwand und die Kosten werden durch die Glaubwürdigkeit und die Marktausstrahlung des Zeichens mehr als kompensiert.“

Informationen über ENplus-Pellets
Rechtzeitig zum Beginn der Heizsaison 2010/2011 steht mit dem ENplus-Siegel bundesweit ein neues Zertifikat für Holzpellets am Markt zur Verfügung. Verbraucher können ENplus-Pellets, die mit einem deutlichen Mehrwert verbunden sind, seit August beziehen. Mit dem ENplus-Zeichen wird die neue europäische Produktnorm für Holzpellets (prEN 14961-2) umgesetzt. Alleinstellungsmerkmal von ENplus ist die Einbeziehung des Pellethandels, der zur Lizenznutzung strenge Anforderungen erfüllen muss. Mit ENplus-Pellets kann der Verbraucher erstmals sicher sein, dass es beim Energieträger auch nach der Produktion durch Transport, Lagerung und Lieferung nicht zu Qualitätseinbußen kommt.

“Einmal ENplus-Pellets bitte”
Das ENplus-Zertifikat für Holzpellets wird in zwei Klassen (A1 und A2) angeboten, die am unteren Zeichenrand der Grafik des Labels erscheinen. A1 kennzeichnet ENplus-Premiumpellets mit einem besonders niedrigen Aschegehalt für kleine und mittlere Feuerungsanlagen.  Pellets der Klasse A2 kommen mit einem etwas höheren Aschegehalt für mittlere und große Pelletsfeuerungen in Gewerbe und Kommune  in Frage.  Der Verbraucher findet das ENplus-Zeichen beim Aniefern loser Pellets mit dem LKW auf dem Lieferschein und auf den Pelletsäcken. Das Deutsche Pelletinstitut GmbH weist als Zertifikatgeber darauf hin, dass die durch die Zertifizierung bei Produzent und Händler entstehenden Kosten (jeweils 0,006 EUR/t)  keine Auswirkungen auf den Pelletpreis haben und damit für Verbraucher irrelevant sind. Umfassende Informationen, u. a. auch für die ENplus-lizenzierten Betriebe, sind im Internet unter www.enplus-pellets.de zu finden.

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