Energie-Flatrate: Wohngenossenschaft baut energieautarke Mehrfamilienhäuser

Freitag, 30. Juni 2017 | Autor: Joachim Berner

Modern wohnen und dafür zehn Jahre lang die gleiche, günstige Pauschalmiete samt Energie-Flatrate zahlen. Davon werden die künftigen Mieterinnen und Mieter in den energieautarken Mehrfamilienhäusern der Cottbusser Wohnungsgenossenschaft eG Wohnen profitieren können.

Solartechnik ermöglicht Energie-Flatrate

Weil sich die Kosten für die geringe Restenergiemenge gut planen lassen, kann die Baugesellschaft ihren Mieterinnen und Mietern einen Wohnpreis anbieten, der Miet- und Energiekosten enthält. Möglich machen das große Solarwärme- und Solarstromanlagen. Das energetische Grundkonzept der Gebäude mit jeweils sieben Wohnungen basiert auf der Idee eines Sonnenhauses. Sonnenhäuser decken mindestens die Hälfte ihres Wärmebedarfs mit Solarenergie, den Rest liefern beispielsweise Holzkessel. Solartechnikexperte Timo Leukefeld hat den Ansatz des Sonnenhaus-Instituts zum vernetzten energieautarken Gebäude weiterentwickelt.

Sonnenfänger liefern größten Teil der Energie

In Cottbus werden auf den Dächern und an den Fassaden der beiden Gebäuden Sonnenkollektoren mit einer Fläche von jeweils 100 Quadratmetern und Photovoltaikmodule mit einer Leistung von jeweils 30 Kilowatt montiert sein. Die Dächer sind mit 50 Grad steiler als üblich ausgeführt, damit die Solaranlagen auch im Winter bei tief stehender Sonne viel Energie erzeugen können. Weil die Sonnenfänger 60 Prozent der benötigten Wärme und 70 Prozent des Bedarfs an Strom liefern, werden die verbleibenden Energiekosten niedrig und kalkulierbar bleiben. Für die Mieterinnen und Mieter bedeutet das, dass sie mit einer Pauschalmiete inklusive Energie-Flatrate von 10,50 Euro pro Quadratmeter rechnen können.

Konzept mit Energie-Flatrate kommt auch Nachbarn zugute

Der Heizwärmebedarf der Gebäude wird laut Pressemitteilung fast dem eines Passivhauses entsprechen. Nicht benötigte Sonnenwärme fließt für den späteren Verbrauch in einen 24,6 Kubikmeter großen Langzeitwärmespeicher. Im Sommer kommt überschüssige Wärme über ein Nahwärmenetz zudem zwei Nachbargebäuden zugute, was auch bei ihnen die Heizkosten reduziert und den Ertrag der Solarthermieanlage verdoppelt. Den restlichen Heizenergiebedarf erzeugt ein Gasbrennwertkessel mit 40 Kilowatt Leistung. Die Photovoltaikanlagen liefern Strom für die Haushaltsgeräte, die Anlagentechnik und Elektroautos. Lithium-Ionen-Akkus sollen den Sonnenstrom speichern. Die Firma Helma Eigenheimbau wird die energieautarken Mehrfamilienhäuser der eG Wohnen bauen.

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