Durch geplantes Gebäudemodernisierungsgesetz droht Heizkostenfalle

Montag, 23. März 2026 | Autor: Joachim Berner

Energieberatung hilft gegen Heizkostenfalle Energieberatung hilft gegen Heizkostenfalle Die Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes können Verbraucher:innen in die Heizkostenfalle treiben. Das zeigt eine eine aktuelle Studie des Öko-Instituts.

Heizkostenfalle für Gasheizungen

Die Kosten für den Betrieb einer Gasheizung drohen von heute elf Cent auf 15 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2029 und auf mehr als 25 Cent im Jahr 2040 zu steigen, sollte das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) wie angekündigt umgesetzt werden. Als Gründe nennt eine von Greenpeace beauftragte Studie des Öko-Instituts die steigende Netzentgelte und CO2-Preise sowie höhere Kosten für einen wachsenden Biomethananteil.

Wir sich das GMG für Mieter:innen auswirkt

Die geplanten Vorgaben sind insbesondere für Mieter:innen mit steigenden Kosten verbunden. Denn größere Anteile erneuerbarer Gase führen zu höheren Brennstoffkosten, die Vermietende über die Nebenkosten weitergeben können. Besonders für Haushalte mit einem geringen Einkommen steigen die Belastungen überproportional: Sie müssen laut Öko-Institut im Jahr 2040 fast doppelt so viel für die Kilowattstunde Heizenergie ausgeben wie heute. Sie haben keine Möglichkeit, Einfluss auf Investitionsentscheidungen für den Einbau neuer Heizsysteme zu nehmen. Ohne wirksamen Mieterschutz bleibt die Lenkungswirkung deshalb schwach: Neue Gasheizungen könnten weiter eingebaut werden, während das Kostenrisiko vor allem bei den Mietenden liegt.

Wie sich das GMG auf Eigentümer:innen auswirkt

Für Eigentümer:innen, die ihre Wohnung selbst nutzen, verändert sich vor allem die Kalkulationsgrundlage bei neuen Heizungsinvestitionen. Gasheizungen sind zwar grundsätzlich möglich, unterliegen aber steigenden Anforderungen zur Nutzung erneuerbarer Gase.
Damit wachsen die Unsicherheiten bezüglich künftiger Kosten, Verfügbarkeit und Nachweispflichten erneuerbarer Bio-Brennstoffe. Laut der Studie verschiebt sich damit das Risiko von Gasheizungen: Zwar sind die Investitionskosten zunächst vergleichsweise niedrig, langfristig steigen jedoch die Kostenrisiken und der organisatorische Aufwand deutlich.

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